Alles unter Kontrolle beim Radwechsel
Wenn sich die hereinbrechende Nacht im November schon Richtung Nachmittag schiebt, geht vielen Autofahrern ein Licht auf: Radwechsel ist angesagt. Denn der Winter steht bevor. In Einfahrten und Höfen lupfen sie nun das Auto, Rad für Rad. Und wer nicht selber schrauben will, ruft bei Werkstatt oder Tankstelle an, jetzt im November, mit der schwindenden Hoffnung auf eine Terminlücke.
| Viel falsch kann man beim Radwechsel nicht machen. Doch den Details gilt Beachtung, teilt rechtzeitig zur Wintersaison die Gedore-Werkzeugfabrik aus Remscheid mit. Der Hersteller fertig präzise Drehmomentschlüssel. Sind die richtigen Räder auf der Achse, so sorgt das Anziehen der Radschrauben mit dem richtigen Drehmoment für den besten Halt. Sitzen die Schrauben zu locker, können diese sich lösen. Oder sie brechen, bei zu starkem Anzug. Gerade im privaten Bereich wird daher das ideale Anzugsmoment selten erreicht, da entweder mit der Stange oder dem Radschlüssel des Autos angezogen wird. Mit einem Drehmomentschlüssel wäre der Privatanwender auf der sicheren Seite: Aus einer Tabelle liest er die nötigen Drehmomentwerte für sein Fahrzeug ab, stellt dies auf dem Drehmomentschlüssel ein und dreht bis zum charakteristischen Knacken des Werkzeugs. Auch die Mitarbeiter von Werkstätten können noch hinzulernen, heißt es aus Remscheid. Die benutzen zum Anziehen der Schrauben nämlich elektrische oder pneumatische Schlagschrauber. Den Drehmomentabschaltwert stellen die Monteure üblicherweise höher als den vorgeschriebenen Anzugswert ein. Das anschließende Nachziehen mit dem Drehmomentschlüssel hat dann aber keine Wirkung, da der Anzugswert bereits überschritten ist. Mehrere Schrauben halten die Felge auf der Achse. Die Muttern sollten möglichst gleichmäßig und über Kreuz – also nie benachbarte Muttern nacheinander – angezogen werden. Häufige Fehlerursache sind auch falsche Radmuttern, weiß Gedore. Stahlmuttern gehören nicht auf Alufelgen und Muttern für Alufelgen nicht auf Stahl. Gute Drehmomentwerkzeuge sind für Privatanwender, die nur zweimal im Jahr ihrer Reifen wechseln, im Baumarkt ab 50 bis 70 Euro erhältlich. Für den Profi ist die Preisspanne bis zu elektrischen Ausführungen mit einigen hundert Euro nach oben offen. Sollten Verbraucher auf Schnäppchenangebote zur Wintersaison stoßen, sollten sie auf das CE-Zeichen als Qualitätsmerkmal achten, rät Markus Werner vom Werkzeugausrüster Wollenschläger in Bochum. industrie.de/Martin Schäfer
|
Jetzt PDF-Datei downloaden zum Thema Radwechsel
zurück zur Übersicht
Kommentare zu diesem Artikel:
| Für diesen Artikel wurden bisher noch keine Kommentare verfasst. |



















