Amerikanischen Präsidenten wurde der Kopf gewaschen
Kärcher reinigte vom 4. Juli bis 1. August 2005 die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore in South Dakota. Täglich wurden etwa 7.000 Liter Wasser durch fünf dieselbetriebene Heißwasser-Hochdruckreiniger HDS 1000 DE von Kärcher gepumpt. Das Ziel der Reinigung war die schonende Wäsche der Köpfe, ohne den Untergrund zu beeinträchtigen.
| Die erste Reinigung Präsidentenköpfe diente in erster Linie nicht zur Schönheit: sie wurden von Flechten, Algen, Moosen und anderen organischen Verschmutzungen befreit. Die hätten den darunter liegenden Stein durch Biokorrosion auf lange Sicht schädigen können. Kärcher konnte sich mit beheizten Hochdruckreinigern und einer leistungsstarken Düsentechnik präzise auf die Reinigungsaufgaben am Mount Rushmore einstellen. Mit so genannten Dreckfräsen und kochend heißem Wasser wurden Flechten und anderer hartnäckige Verschmutzungen vollständig entfernt. Empfindliche Stellen säuberten die Reinigungsspezialisten mit weniger Druck und einem sanfteren Strahl. Tatsächlich wurden die Köpfe durch die Hochdruckwäsche mit reinem, auf den Siedepunkt gebrachtem Wasser sichtbar aufgehellt und heben sich jetzt stärker von ihrem natürlichen Hintergrund ab. |
| Insgesamt 15 Personen reinigten die Steinköpfe am Mount Rushmore. Dabei hingen jeweils fünf Mann gleichzeitig in den Seilen. Zum Team zählten Reinigungsexperten von Kärcher, professionelle Seiltechniker sowie Ranger des National Park Service. Da die Reinigungsarbeiten in Schwindel erregender Höhe stattfanden konnten keine konventionellen Zugangstechniken wie Gerüste, Befahranlagen oder Arbeitsbühnen verwendet werden. Die Anwendungstechniker gelangten mit Hilfe einer komplizierten Seilzugtechnik zu ihrem Arbeitsplatz. Sie arbeiteten in den unterschiedlichsten Positionen: zum Teil konnten sie mit beiden Beinen auf den Felsen stehen, manchmal hingen sie jedoch wortwörtlich in der Luft. Wurde den Präsidenten die Nase geputzt, mussten die Männer sogar in waagrechter Position ihrer Arbeit nachgehen. Das Werken in schwer zugänglichen Bereichen wurde von speziell geschulten und geprüften Höhenarbeitern durchgeführt. |
| In vergangener Zeit wurden von Kärcher auch schon zahlreiche andere Denkmale gereinigt. Dazu gehören zum Beispiel das Brandenburger Tor in Berlin (1990), die Freiheitsstatue in New York (1985), die Memnonkolosse in Luxor (2002) und die Christus-Statue in Rio de Janeiro (1980, 1990). U. König – 2005 (S) |
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