Bosch mit gutem Start ins neue Geschäftsjahr
Die Bosch-Gruppe ist gut in das Jahr 2011 gestartet und sieht trotz der Unsicherheiten infolge der Ereignisse in Japan weiterhin günstige Wachstums- und Ertragsperspektiven. Das Unternehmen bleibt zuversichtlich 2011 einen Umsatz von 50 Milliarden Euro zu erreichen.
Der Gesamtumsatz des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens stieg in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreswert um rund 15 Prozent. Alle drei Unternehmensbereiche konnten in diesem Zeitraum ihren Umsatz deutlich steigern. Die gute Entwicklung spiegelt sich in der Beschäftigung wider: Bis Ende 2011 soll die Zahl der Bosch-Mitarbeiter weltweit um 15 000 auf rund 300 000 steigen. In Deutschland will Bosch im Jahresverlauf 900 neue Stellen schaffen. Die weltweite Konjunktur 2010 entwickelte sich deutlich besser als ursprünglich erwartet. Bosch konnte daher im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 24 Prozent auf 47,3 Milliarden Euro steigern und damit das Vorkrisenniveau 2007 bereits um rund eine Milliarde Euro übertreffen
Bosch konnte 2010 seine Position in der Wachstumsregion Asien-Pazifik weiter ausbauen. Der Umsatz stieg um 43 Prozent auf 11 Milliarden Euro. Damit erreichte die Bosch-Gruppe in dieser Region erstmals einen Umsatzanteil von 23 Prozent, der in den kommenden Jahren auf 30 Prozent steigen soll. Vor diesem Hintergrund wird Bosch im Zeitraum 2011 bis 2013 rund 2 Milliarden Euro in Asien-Pazifik investieren. Auch in Nord- und Südamerika legte das Unternehmen 2010 kräftig zu. In Nordamerika konnten die Landesgesellschaften nach einer längeren schwierigen Phase wieder ein positives Ergebnis erzielen. In Südamerika übertraf der Umsatz 2010 bereits das Vorkrisenniveau von 2007. In den USA profitiert das Unternehmen unter anderem von der Förderung sauberer Energien sowie von den Vorschriften für geringeren Kraftstoffverbrauch. Der Umsatz in Europa erreichte im vergangenen Jahr 27,7 Milliarden Euro. Diese Region ist mit einem Umsatzanteil von 59 Prozent nach wie vor das wichtigste Standbein für Bosch. Rund 70 Prozent der Investitionen in Sachanlagen kommen 2011 europäischen Standorten zugute. Zum Beispiel beginnt Bosch noch in diesem Jahr mit dem Neubau des Zentrums für Grundlagenforschung und Vorausentwicklung in Renningen bei Stuttgart.
Mehr als 7 Milliarden Euro will Bosch im laufenden Jahr für die Zukunftssicherung ausgeben, davon mehr als 4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung sowie rund 3 Milliarden Euro für Sachanlagen. Ein wichtiges Zukunftsfeld für Bosch ist die Leistungselektronik. Diese wird für das Steuern und Regeln von Energieströmen unter anderem in Elektroautos benötigt. Allein auf diesem Feld sind bei Bosch nahezu 750 Entwickler tätig. Das Unternehmen hat zudem gemeinsam mit zwei Hochschulen aus der Region Stuttgart ein Studien- und Forschungszentrum für Leistungselektronik in Reutlingen gegründet.
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