Bosch gegen billig - Polierer im Test
Beide beginnen sie mit "B" und beide betiteln sie sich als Profi-Poliermaschinen. Sowohl die "Bosch GPO 12 E Professional" als auch die "Blaucraft BP 1200" wollen Handwerkers Herz und Hand mit professionellem Können überzeugen. Dass dazu einiges an Qualität und Know-How nötig ist zeiget sich bei einem Einsatz in der Praxis bald und ließ einen der Kandidaten im Vergleich zum Profi schnell glanzlos dastehen.
| Beide Polierer besitzen vergleichbare technische Daten. Ihre Nennaufnahmeleistung liegt bei 1200 Watt und auch bei der Leerlaufdrehzahl liegen sie in einem ähnlichen Bereich (zwischen 600 und 3000 Umdrehungen pro Minute). Auf beide Geräte passt ein Poliertellerdurchmesser mit 180 Millimetern. Während der Handwerker für die Bosch GPO 12 E Professional 323,64 Euro einplanen muss, erhält er die Blaucraft BP 1200 bereits ab 50 Euro im Internet. Bosch und Blaucraft |
| Bosch ist seit langer Zeit ein Begriff und hat sich mit seiner "blauen Linie" speziell auf die Bedürfnisse von professionellen Handwerkern eingestellt. Den Hersteller Blaucraft gibt es seit 2002. Er wirbt auf seiner Homepage damit, dass er Qualitätsprodukte herstellt. Vom Online-Händler wird sogar versprochen, dass die Poliermaschine BP 1200 auch für die Politur von Wohnwägen, Booten und Flugzeugen geeignet sei – also nicht nur für den Heimwerkerbedarf. Vor dem Einsatz |
| In unserem Test sollten beide Kandidaten zeigen, wie sie Lack zum glänzen bringen. Doch so schnell ging es nicht. Zunächst einmal mussten die beiden Polierer zusammengebaut werden. Beide wurden ohne montierten Handgriff/Bügel geliefert. Beim Bosch-Polierer war die Montage des Handgriffs eigentlich nicht der Rede wert. Dagegen hielt das Feststecken des Bügels für die Blaucraft-Maschine unseren Tester fast zwanzig Minuten auf Trab. Der Bügel wollte und wollte in unserem Fall nicht über die Schrauben passen. Nach einiger Kraftanstrengung saß der Bügel letztendlich richtig fest auf der |
| Maschine – allerdings war sie durch die kraftvolle Montage nun auch schon von ein paar Kratzern verziert. Zwei Kandidaten im Praxis-Test Für den Praxis-Test sollte ein Pkw auf einer Seite mit der Bosch-Maschine und auf der anderen Seite mit dem Blaucraft-Polierer bearbeitet werden. |
| saubere Politur. Besonders praktisch war das vier Meter lange Kabel – damit war immer genug Freiraum vorhanden. Auch der Lärmpegel der GPO 12 E war angenehm. Das einzige Manko der Bosch-Maschine war ihr im Vergleich zu der Blaucraft höheres Gewicht. Die 3,5 Kilogramm lagen nach einiger Zeit Polierarbeit doch schon etwas schwer in den Händen.Dagegen waren die 2,6 Kilogramm der Blaucraft BP 1200 eine Erleichterung. Durch ihre kleinere Bauform erschien sie flexibler. Allerdings kam die Blaucraft unserem Tester trotz gleicher Wattzahl deutlich schwächer als das Bosch-Gerät vor. Stufe eins und zwei der Drehzahlregelung reichten unserem Tester nicht einmal zum Verteilen der Politur. Erst in den höheren Stufen kam die Maschine "in die Gänge". |
| Zum Polieren war ein hoher Druck auf das Gerät nötig. Gleichzeitig schien sich die Drehzahl mit erhöhtem Druck zu vermindern. So manche Schliere ließ sich nicht vermeiden. Auch das Geräusch der BP 1200 erschien unserem Tester eher als unangenehm. Fazit Wieder einmal zeigte sich also: Nicht immer ist billig besser. Im Gegensatz zu der Bosch GPO 12 E Professional konnte das Blaucraft-Gerät in unserem Test nicht mithalten. Die Bosch-Maschine bewies Durchhaltevermögen und lieferte ein glänzendes Ergebnis. Sie passte sich gut den unterschiedlichen Anforderungen an. Natürlich gehört zu einer guten Politur auch immer das Know-How des Handwerkers. Aber mit einem wirklichen "Profi-Gerät" fällt die Arbeit sicherlich leichter. K. Radic/K. Volpert – 2006 ()
Bosch – GPO 12 E Professional
Blaucraft – BP 1200
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