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Branchenbilanz

Die an der Internationalen Eisenwarenmesse beteiligten Branchenverbände ziehen kurz vor Messestart unterschiedliche Bilanzen des vergangenen Jahres.

Während die deutsche Werkzeugindustrie Rückgänge verzeichnet, melden die Baumärkte für 2009 ein leichtes Umsatzplus. Von der vom 28. Februar bis zum 3. März 2010 in Köln stattfindenden Eisenwarenmesse, zu der rund 2.700 Anbieter aus 51 Ländern mit ihren Innovationen erwartet werden, erhoffen sich die Verbände Umsatz-Impulse für 2010. Die Prognosen für die kommenden Monate sind vorsichtig optimistisch.

Wie der Fachverband Werkzeugindustrie (FWI) für seine Mitglieder ermittelte, gingen die Umsätze bei den Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent zurück. Europa ist weiterhin der wichtigste Absatzmarkt der deutschen Werkzeugindustrie: 60 Prozent der Gesamtausfuhr fließen in die EU-Mitgliedstaaten, gefolgt von den USA mit 7 Prozent und Asien mit 14 Prozent.

Ein deutlich optimistischeres Stimmungsbild zeichnen die Betreiber von Baumärkten, so die Information des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB). Insbesondere das dritte und vierte Quartal 2009 verliefen erfolgreich. Die Verluste aus dem ersten Quartal konnten durch steigende Bruttoumsätze ab Juli ausgeglichen werden. Der BHB rechnet für 2009 insgesamt mit einem Umsatzplus auf bereinigter Fläche von 0,5 Prozent. Alle Warengruppen im Do-it-yourself-Handel konnten zuletzt von der verstärkten Nachfrage profitieren, vor allem Produkte, die für einfache Sanierungsprojekte benötigt werden. Gespart wird offenbar auch nicht an der Güte der Produkte: Qualitätsartikel sind nach wie vor gefragt. Für das laufende Jahr gibt sich der BHB zuversichtlich. Vieles spreche dafür, dass sich die Umsätze zumindest auf dem Niveau von 2009 stabilisieren werden.

Ähnlich wie der BHB stellt auch der Zentralverband Hartwarenhandel ZHH in seiner Jahresbilanz eine erhöhte Nachfrage nach Marken- und Qualitätsprodukten fest. Er registriert außerdem eine stabile Entwicklung in 2009 für den Eisenwaren- und Hartwareneinzelhandel im laufenden Geschäftsjahr. Der Hartwarenhandel verzeichnete 2009 insgesamt ein Umsatzplus von geschätzten 0,5 Prozent. Umsatzsteigerungen gab es insbesondere bei Werkzeugen, Sicherheitstechnik und Hausrat.

Der Produktionsverbindungshandel mit Werkzeugen und Baubeschlägen, der die gewerblichen Endkunden bedient, spürt im Gegensatz zum Hartwareneinzelhandel laut ZHH die Folgen der Wirtschaftskrise deutlich. Während im Bereich Baubeschlag die Konjunktur 2009 nicht so stark rückläufig war wie in anderen PVH-Segmenten, wurde der Werkzeug-PVH von der Krise im Jahr 2009 voll erfasst. Ab dem dritten Quartal hat sich die Einschätzung der aktuellen Branchensituation jedoch leicht verbessert, es deutet sich eine Stabilisierung an.

www.eisenwarenmesse.de

 

 

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