Clever Lüften auch im Sommer wichtig
Nach Erfahrung der Gutachter des Vereins zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (VQC) entstehen besonders bei hoch modernen, sehr gut gedämmten Häusern Jahr für Jahr immense Schäden, die durch nicht korrektes Lüften verursacht werden.
Die Ursache ist dabei immer die gleiche. Wenn im Sommer die Außentemperatur spürbar steigt, bleiben gut abgedichtete und gedämmte Häuser im Innern vergleichsweise kühl. Wenn dann Fenster oder Türen unkontrolliert geöffnet werden, strömt die warme und sehr feuchte Luft in die kühlen Räume. Durch das Abkühlen dieser warmen Luft kondensiert Feuchtigkeit und schlägt sich meist an den Wandoberflächen nieder. Auf Dauer kann dies die Bildung von gesundheitsschädigendem Schimmel fördern.
Aus diesem Grund weist Dipl.-Ing. Udo Schumacher Ritz, Vorstandsmitglied des VQC darauf hin, dass sich Bewohner von modernen, gut gedämmten Häusern unbedingt an einige Spielregeln halten sollten: „Häuser sollten am besten in den Morgenstunden gelüftet werden, wenn die Außentemperatur noch recht niedrig ist. Das gleiche gilt für die Abendstunden. Bevorzugt werden sollte - wie auch im Winter - eine kurze aber effektive Stoßlüftung."
Große Aufmerksamkeit sollte zudem nach Auffassung des Sachverständigen auf den Kellerbereich gelenkt werden. Hier sollte während der warmen Tage auf Grund des großen Temperaturunterschiedes besser gar nicht gelüftet werden. Von daher gilt auch hier: Besser in den sehr frühen Morgenstunden und spät abends stoßlüften. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit sollte möglichst zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Wer sich nicht sicher ist, ob die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, kann dies mit einem handelsüblichen Hygrometer kontrollieren. Sollte die Luftfeuchtigkeit höher sein, kann der Einsatz Raumluftentfeuchters sinnvoll sein.
Kommentare zu diesem Artikel:
| Geschrieben von karl.test | 03.09.2010 - 08:37 Uhr |
| Endlich ein Sachverständiger dem ich zustimme! SV ohne Hausverstand haben wir ja genug. Es ist halt so, warme Luft mehr Feuchtigkeit beihahltet und bei abkühlen dann kondensiert. Wenn sommerlich warme Luft von draußen hereinkommt, kühlt diese im Keller ab. Das Kondensat ist an den Wänden, Geräten, ... sichtbar und zerstört mittels Schimmel, Rost, ... Tausende male habe ich mit SV´s gestritten die im namen und Auftrag von Wohnungsgenossenschaften auf "mehr Lüften" drängen und damit genau verkehrt im Sommer warme feuchte Luft hereinlassen, die dann im Wohnbereich ca. 10°C abkühlt oder im Keller ca. 15°C abkühlt. Damit die Feuchtigkeit abgibt und gerade das den Schimmel, Rost, ... fördert! Aufmachen kann man nur wenn es draußen ähnliche Temperaturen hat wie innen oder kühler ist. Dann erfolgt entweder kein Feuchtigkeitstransport von aussen nach innern oder wenn es innen wärmer ist der Feuchtigkeitstransport nach außen! Alles andere ist SV Quatsch. Danke daß jemand das einmal so offen wie dieser SV klar zum Ausdruck bringt. Aufmachen nur dann, wenn draußen ähnliche Temp. herrscht wie innen, sonst kommt warme feuchte Luft herein! und kondensiert. Was nicht erwünscht ist. Ich ersuche den hier genannten SV die anderen SV diesbezüglich nachzuschulen. Besten Dank |
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