| Schraubenverbindungen zwischen Messerkopf und Wendeschneidplatte backen häufig zusammen. Verantwortlich dafür zeigen sich thermische und chemische Einflüsse sowie das Aufbringen zu hoher Drehmomente beim Anziehen. Um letzteres zu verhindern sollte die Verbindung weder zu fest noch zu locker sein. Hierfür ist ein kontrolliertes Anziehen notwendig.
Eigens für den Spezialfall "Wechseln der Wendeschneidplatten" konstruierte der Werkzeughersteller Wera die "Schraubendreher mit dem Knack".
Die Werkzeuge sind werkseitig auf ein Drehmoment voreingestellten. Beim Erreichen des Drehmoments lösen die Drehmomentindikatoren mechanisch aus und rutschen hör- und fühlbar über. "Die Übertragung von zu hohen Drehmomenten ist damit ausgeschlossen", erläuterte Wera anlässlich einer Pressekonferenz auf der Messe Practical World.
Das Lösemoment ist zum Lösen von Festsitzenden Schrauben nicht begrenzt. Gegen Manipulationen ist das Werkzeug durch einen Siegelring geschützt. Die Zerstörung des Rings signalisiere, dass der Drehmomentindikator manipuliert wurde und seine sachgemäße Anwendung nicht mehr garantiert sei, erläuterte Roger Hermes, Pressesprecher des Wuppertaler Unternehmens.
Die Schraubendreher sind – auf die jeweilige Schraubengröße Torx und Torx Plus abgestimmt - mit einem Drehmoment von 0,6 Nm, 0,9 Nm, 1,2 Nm, 1,4 Nm, 2,0 sowie 3,0 Nm erhältlich. Um Verwechslungen auszuschließen sind die knackenden Schraubwerkzeuge am Griff gekennzeichnet.
Der Wera-Kraftform-Griff ist mit dem Schraubensymbol, der Größe und dem eingestellten Drehmoment gekennzeichnet, wodurch der Hersteller Verwechslungen ausschließt.
Florian Dirr – 2003
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