Ergonomie schlagender Werkzeuge
Bei allen schlagenden Werkzeugen drohen gesundheitliche Schäden, verursacht durch Lärm und Vibrationen, die vermieden werden müssen. Und da häufig über längere Zeit in derselben Körperhaltung gearbeitet wird, führt dies schnell zu einer Muskelüberlastung und Ermüdung des Hand-Arm-Systems.
Vibrationen: Bei schlagenden Werkzeugen gibt es mindestens drei Vibrationsquellen: die oszillierende Kraft, die den Kolben antreibt; die Stoßwelle, die der Meißel auf die Maschine überträgt; und die Schwingungen des Werkstückes, die wiederum auf die Maschine zurückwirken. Mit einer Reihe konstruktiver Maßnahmen können die Werkzeugkonstrukteure aber die Belastungen minimieren. So lassen sich die Schwungkräfte reduzieren, die auf die Werkzeugmasse wirken, oder Werker und Werkzeug über ein Isoliersystem entkoppeln. Wichtig ist hier auch eine Schulung der Mitarbeiter. So lautet eine Grundregel bei Meißelhämmern, nie den Meißel bei laufendem Werkzeug zu berühren. Leicht gesagt, doch in der Praxis schwer zu befolgen. Manchmal hat der Meißel einen runden Schaft und muss deshalb mit der Hand geführt werden. Das macht Putzarbeiten flexibler, ist aber sicherheitstechnisch bedenklich.
Lärm: Das Grundprinzip schlagender Werkzeuge ist die Erzeugung einer Stoßwelle. Diese pflanzt sich entlang des Meißels oder Döppers fort und trifft mit so großer Kraft auf das Gussteil oder den Niet, dass es zu einer plastischen Verformung kommt. Die Stoßwelle dauert weniger als 100 Mikrosekunden. Dieser Prozess erzeugt sehr hohe Frequenzen. Treffen diese dann auf einen Körper, entstehen viele Resonanzen in einem breiten Frequenzbereich. Hohe Kräfte erzeugen hohe Lärmpegel. Das Problem dabei: Zwar können die Maschinengeräusche gedämpft werden; doch die Hauptlärmquelle, der eigentliche Arbeitsprozess, lässt sich nur schwer eindämmen.



















