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Ergonomie von Schleifmaschinen und Poliermaschinen

Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Schleifmittel. Ihre Dauerleistung reicht von 0,1 bis 4,5 kW, das Gewicht von wenigen hundert Gramm bis zu mehreren. Doch was unterscheidet verschiedene Schleif- und Poliermaschinen in ihrer Ergonomie? Worauf sollte der Arbeitgeber achten um seine Werker vor Verletzungen zu schützen?

Griffkonstruktion: Handgriff und Starter sollten so gewählt werden, dass eine natürliche Handhaltung möglich ist - denn diese ist die bequemste. Hilfreich ist auch, wenn sich die Handhaltung einfach variieren lässt; dann verteilt sich die Belastung auf mehrere Muskeln, was einer Ermüdung vorbeugt. Selbst wenn für eine Aufgabe nicht viel Muskelkraft benötigt wird, führt dies bei längerem Arbeiten schnell zu einer statischen, kraftraubenden Belastung. Die meisten Schleifmaschinen werden deswegen mit beiden Händen geführt, was diese gleichmäßiger belastet und für mehr Stabilität sorgt. Fast alle Schleif- und Poliermaschinen besitzen zudem einen Hebelstarter, den der Werker mit den Fingern oder mit der Handfläche herunterdrücken kann.

Äußere Belastung: Beim Schleifen sollte der Werker keine großen Kräfte aufbringen und auch den Werkzeuggriff nicht besonders fest anpacken müssen, da Schleifarbeiten meist lange dauern. Ermüdend wirkt normalerweise das Drehmoment, das durch die Reaktionskraft beim Einsatz der Maschine erzeugt und vom Werker über das Handgelenk (als Beugung zur Elle hin) aufgefangen werden muss.

Gewicht: Das Maschinengewicht wird häufig als positiver Faktor wahrgenommen, insbesondere bei Schleifarbeiten an horizontalen Flächen, weil der Werker hier „mit der Schwerkraft" arbeiten kann. Dennoch sind leichtere Werkzeuge grundsätzlich ergonomischer. Speziell bei Arbeiten an senkrechten Flächen oder über Kopf macht sich das bemerkbar. Wo es durch entsprechenden Vorrichtungsbau möglich ist, sollten derartige Arbeiten daher möglichst vermieden oder umorganisiert werden. Bei großen Schleifmaschinen für grobe Schrupp- und Trennarbeiten ergibt sich durch deren Gewicht zwar eine zusätzliche Vorschubkraft, doch belastet dies den Werker auch zusätzlich.

Vibrationen: Hauptquelle sind Unwuchten der Schleifscheibe, gegebenenfalls verstärkt durch eine mangelhafte Zentrierung. Besonders hilfreich ist deswegen ein automatischer Unwuchtausgleich, der in die Nabe eingebaut ist. In Atlas-Copco-Werkzeugen ist dies der Autobalancer, bei dem ein im Ölbad umlaufender Kugelsatz als Kontergewicht die sich ständig verändernde Unwucht der Schleifscheibe ausgleicht und auf diese Weise Vibrationen dämpft. Gleichzeitig sinkt so auch der Schleifmittelverbrauch, die Arbeit wird produktiver. Nach Erkenntnissen der Atlas-Copco-Ergonomen wirkt dieses System weitaus effizienter als etwa die Dämpfung durch spezielle Handgriffe.

Lärm: Hauptlärmquelle ist der Schleifvorgang selbst. Daneben erzeugt ein Druckluftschleifer Motorgeräusche, unabhängig davon, ob ein Lamellen- oder Turbinenmotor zum Einsatz kommt. Abhilfe schafft etwa beim Luftauslass der Turbine ein Staudruck-Schalldämpfer. Bei Elektroschleifern entstehen Eigengeräusche durch Getriebezahnräder und Kühlluftstrom.

Staub und Öl: Obgleich eine Schleifmaschine selbst keinen Staub erzeugt, wirbelt ihre Abluft doch eine gewisse Menge auf - besonders in staubigen Umgebungen. Hauptstaubquelle ist aber der Schleifprozess selbst. Den Werker kann eine belüftete Schleifkabine schützen. Wirkungsvoller ist es jedoch, die Schleifmaschine selbst mit einer Staubauffangvorrichtung zu versehen und diese an ein Punktabsaugsystem anzuschließen. Turbinenschleifer bieten zudem den Vorteil, dass sie mit ungeschmierter Luft arbeiten - und damit eine Belastung durch Öl ausgeschlossen ist.

www.atlascopco.de


Das Maschinengewicht wird häufig als positiver Faktor wahrgenommen, insbesondere bei Schleifarbeiten an horizontalen Flächen, dennoch sind leichtere Werkzeuge grundsätzlich ergonomischer.

Das Maschinengewicht wird häufig als positiver Faktor wahrgenommen, insbesondere bei Schleifarbeiten an horizontalen Flächen, dennoch sind leichtere Werkzeuge grundsätzlich ergonomischer.

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