Ergonomie von Schraubern
Schraubwerkzeuge stellen mit Klein-, Schlag- und Impuls- sowie Winkelschraubern eine der vielfältigsten Werkzeugfamilien. Entsprechend groß sind die Unterschiede hinsichtlich der ergonomischen Bewertung.
Ein sauberes Arbeitsumfeld, die sorgfältige Wahl der Handwerkzeuge und ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze halten Gesundheitsrisiken für den Werker gering. Vorausgesetzt, der Arbeitsablauf ist so organisiert, dass häufige Wiederholungen vermieden werden.
Insbesondere in der Automobilindustrie war früher auch der Schlagschrauber weit verbreitet. Doch nach und nach wurde er durch den kupplungslosen Abwürgeschrauber ersetzt, ein weniger lautes, präziseres Werkzeug. In den achtziger Jahren kam dann der Impulsschrauber auf den Markt. Dieser überträgt praktisch kein Reaktionsmoment mehr auf die Hand und ist deutlich leiser und sehr viel genauer als ein Schlagschrauber. So gewannen und gewinnen Impulsschrauber immer mehr Marktanteile.
An Montagelinien, wo immer wieder die gleichen Schraubverbindungen anzuziehen sind, werden häufig Winkelschrauber eingesetzt - sowohl mit Druckluft- als auch Elektroantrieb. Sie werden vorzugsweise mit beiden Händen geführt. Das Reaktionsmoment „zieht" eher am Arm als dass das Handgelenk verdreht wird, so dass höhere Drehmomente aus ergonomischer Sicht eine nicht ganz so große Rolle spielen wie bei Pistolen- oder Stabschraubern. Winkelschrauber ziehen präzise und leise an.
![]() |
Mit hydraulischen Impulsschraubern lässt sich auch im Hochmomentbereich die Belastung des Werkers minimal halten. |



















