Im Umkreis des Werkstücks: kreisrundes Orbital-Schweißen mit Fronius
"Unser neues Verfahren zum Orbitalschweißen liefert perfekte Rohrverbindungen", erklärt Schweißgeräte-Hersteller Fronius. Ausgefeilte Technik hat das Orbital-Schweißsystem FPA 2020 AC/DC zu bieten. "Der Schweißer erhält das komplette System aus einer Hand und kann direkt 200 spezifische Programme speichern", so Fronius.
| Der Begriff "Orbitalschweißen" ist abgeleitet vom lateinischen Wort "orbis", was auf Deutsch schlicht "Kreis" bedeutet. Zu meist gilt dieser Name Schweißprozessen bei denen sich der Lichtbogen 360 Grad um das zu verschweißende Werkstück bewegt. Das fixierte Bauteil wird also regelrecht umkreist. Orbitalschweißen wird heute überall dort eingesetzt, wo sehr hohe Qualitätsansprüche an die Schweißnaht gestellt werden. Zum Beispiel bei sensiblen Projekten in Pharmazie, Chemie, Lebensmittelproduktion, Luft- und Raumfahrt und Mikroelektronik. Vor allem auf die Ausbildungsform der Schweißnaht kommt es dort an: Die gewünschte flache, gleichmäßige und wenig raue Wurzel liefert das Orbitalschweißen. |
| Orbitalschweißen mit dem WIG-Verfahren Bombenfest verbindet das Orbitalschweißverfahren Rohre miteinander, ebenso mit Flanschen oder Rohrbögen. "Weil Rohre sowohl waagerecht als auch senkrecht liegen, treten alle Schweißpositionen auf", erklären die Schweißtechnik-Ingenieure von Fronius. Sehr unterschiedlich wirkt daher die Anziehungskraft (Gravitation). "Trotzdem sollen die Schweißverbindungen hohe bis höchste Qualität aufweisen und ebenso reproduzierbar sein", formuliert Fronius die Anforderungen an das Orbital-Gerät. Neben einer entsprechenden Softwareregelung habe sich dafür fast ausschließlich der WIG-Schweißprozess etabliert. "Für unser Orbital Schweißsystem FPA 2020 AC/DC sprechen außerdem die hohe Verfahrenssicherheit, automatisierte wirtschaftliche Schweißabläufe, kurze Produktionszeiten und gerade auch seine Eignung zum manuellen Schweißen und für den Baustelleneinsatz", freut sich Fronius. Touch-Screen und USB-Schnittstelle Mit einer USB-Schnittstelle ist das neue Fronius-Schweißsystem ebenfalls ausgestattet. Einerseits soll diese der lückenlosen Daten-Dokumentation dienen. Andererseits ist der USB-Anschluss hilfreich für das bequeme Aufspielen von Programmen sowie zur Erstellung eines Backups von Programmen und Daten. Über einen Touch-Screen wird das Schweißgerät bedient. Eine grafische Prozessdarstellung in Farbe soll ein schnelles Beherrschen der Arbeitsprozesse sicherstellen. Problemlos kann der Anwender so das am besten geeignete Schweißverfahren wählen. „Für geringe Wanddicken und Nahtvolumen ist WIG ohne Zusatzdraht die wirtschaftliche Lösung", so Fronius. Bei dickwandigen Rohren ist oft ein Zusatzdraht notwendig. Der dafür benötigte Drahtvorschub kann am Orbitalschweißkopf integriert sein oder in einem externen Gerät. Zum einfachen Finden der Parameter sind fertige Programme serienmäßig für Stahl und Edelstahl enthalten. "Programme für Titan, Inconel, Kupfer und Duplex folgen in Kürze", verspricht der Schweißgeräte-Hersteller. Mit Wechselstrom ließen sich auch Aluminiumverbindungen zuverlässig und in guter Qualität herstellen, betonen die Konstrukteure. Damit stehen dem Schweißer alle gängigen Anwendungen quasi auf Knopfdruck zur Verfügung. Kurzum: das Orbitalschweißen erscheint als wirklich runde Sache. P. Richter - 2007 (S) |
Kommentare zu diesem Artikel:
| Für diesen Artikel wurden bisher noch keine Kommentare verfasst. |




















