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Interview mit Steven Ellis von Milwaukee

Steven Ellis ist Anwendungstechniker bei Milwaukee. Er stand werkzeugforum.de auf der I.H.M. 2005 Rede und Antwort.

Steven Ellis, Milwaukee

Steven Ellis, Anwendungstechniker bei Milwaukee, im Gespräch mit werkzeugforum.de.

werkzeugforum.de: Herr Ellis, die Marke Milwaukee wird nach Ihrer eigenen Aussage in Deutschland zunehmend als Profimarke akzeptiert und anerkannt. Wo sehen sie die Stärken der Werkzeugmaschinen von Milwaukee?

Steven Ellis: In Qualität und Service!

werkzeugforum.de: Was heißt Qualität bei Milwaukee?

Steven Ellis: Qualität heißt bei Milwaukee, dass Produktion und Entwicklung in Deutschland beheimatet sind. Wir fertigen den Großteil unserer Geräte in Deutschland. Ein geringer Teil der Maschinen kommen zur Verstärkung unseres Sortiments aus den USA. Unsere Werkzeuge erfüllen alle Anforderungen einer Profimarke. Dies lässt sich daran verdeutlichen, dass alle Geräte mit einem Jahr Vollservice inkl. Verschleißteile ausgestattet sind. Zudem sind verschiedene Geräte aus unserem Programm mit einer 5-Jahresgarantie ausgestattet.

werkzeugforum.de: Wie verbinden Sie Qualität und Service?

Steven Ellis: Wir bieten dem  Handwerk den 1+1 Vollservice auf unser komplettes Geräteprogramm. Sollte sich beim Werkzeug des Kunden im ersten Jahr ein Defekt einstellen, reparieren oder tauschen wir alle Teile kostenlos aus. Das betrifft auch die Verschleißteile. Damit differenzieren wir uns deutlich vom Wettbewerb.  Darüber hinaus beinhaltet der Vollservice auch einen Hol- und Bringservice. Wenn also eine Maschine Milwaukee-Maschine z.B. auf der Baustelle ausfällt, wird diese so schnell wie möglich von unserem Paketdienst abgeholt und in unser Service Center gebracht. Der Kunde erhält das Gerät spätestens am dritten Werktag wieder zurück. Sollten einmal die benötigten Ersatzteile nicht verfügbar sein, erhält der Kunde eine Austauschmaschine um weiterhin einsatzfähig zu sein. Diese kann er dann im Bedarfsfall auch behalten. Dem Kunden wir bei uns nicht einfach mitgeteilt, dass die Reparatur etwas länger dauert. Wir bieten ihm Alternativen, dass er weiterarbeiten kann. 

werkzeugforum.de: Und wofür steht dann die zweite Eins?

Steven Ellis: Die zweite Eins steht für ein weiteres Jahr Fullservice. Unsere Kunden können den Service auch noch um ein weiteres Jahr – also insgesamt auf zwei Jahre – verlängern. Für Werkzeug-Maschinen, unter 260 Euro kostet diese Verlängerung dann 45 Euro, für teurere Maschinen 75 Euro. Damit hat der Kunde in den nächsten zwei Jahren keine Folgekosten.

werkzeugforum.de: Gibt es Maschinen, die von diesem Serviceangebot ausgeschlossen sind?

Steven Ellis: Nein, im Vergleich zu verschiedenen Wettbewerbern, die ihre Service-Leistungen auf ausgewählte Werkzeuge beschränken, schließen wir unser gesamtes Sortiment in den 1+1 Service ein.

werkzeugforum.de: Und wie ist die Resonanz des Handwerks auf den 1+1 Service?

Steven Ellis: Sehr gut, wir machen starke Fortschritte bei Zimmerern, dem Bauhandwerk sowie im industriellen Bereich.

werkzeugforum.de: In welchen Maschinenbereichen liegen die Stärken von Milwaukee?

Steven Ellis: Wir haben unsere Stärke im Bohrhammer- und Akku-Bereich. In den Bohrhammerklassen 6-, 7- und 11-Kilo-Klasse sowie in Sachen Akkutechnik sind wir bekannt und stark. Eine weitere Stärke unserer Produkte ist Ergonomie. Milwaukee-Maschinen sind ergonomisch so konzipiert, dass der Endanwender minimalen Belastungen ausgesetzt ist.

werkzeugforum.de: Wie überzeugt Milwaukee den Handwerker von der eben geschilderten Qualität und von der Marke "Milwaukee"?

Steven Ellis: Durch unsere Beratung und unser Vertriebskonzept. Milwaukee hat Anwendungstechniker im gesamten Bundesgebiet im Einsatz, die mit Vorführfahrzeugen auf Baustellen die Milwaukee Geräte vorführen und die Leistungsfähigkeit demonstrieren. Damit sagen wir nicht nur, dass unsere Werkzeuge gut sind, sondern wir zeigen es auch direkt vor Ort und auf der Baustelle. Doch dabei bleibt es nicht: Der Kunde kann dann auch noch mit unseren Maschinen in seinem Alltag arbeiten, ihre Vorzüge kennen und schätzen lernen. Ein Anruf in unserer Verkaufsgesellschaft in Essen reicht und wir fahren raus zum Handwerker auf die Baustelle.

werkzeugforum.de: Sie sagten, Sie überzeugen auch durch Beratung. Wie sieht das aus?

Steven Ellis: Der Anwender verwendet nicht immer die für die jeweilige Anwendung optimale Maschine. Es werde zu kleine aber auch zu große Geräte gekauft. Viele Handwerker kaufen aus Gewichtsgründen lieber kleinere und damit leichtere Maschinen.  Dies ist zum Beispiel bei Winkelschleifern der Fall. So reichen beispielsweise Winkelschleifer mit 850 oder 1000 Watt für Schruppscheiben nicht aus. Der Schleifer geht unter diesen Bedingungen eher früher als später kaputt. In diesem Fall müsste der müsste ein gerät mit mindestens 1.200 Watt verwendet werden. Und genau da greift unsere Beratung. Wir wollen, dass der Kunde das Gerät bekommt, welches er braucht und welches seinen Bedürfnissen gerecht wird. Er hat nichts davon, wenn seine Werkzeugmaschine über zu viel oder zu wenig Leistung verfügt.

Werkzeugforum.de: Wie beurteilen Sie als Vertreter der Marke Milwaukee die I.H.M. 2005?

Steven Ellis: Wir sind hier um den Bekanntheitsgrad unserer Marke weiter zu steigern. Es ist wichtig auf der I.H.M vertreten zu sein, da diese Messe einen hohen Stellenwert im Handwerk hat. Mit der Anzahl der Besucher sind wir Zufrieden und wir haben hier sehr interessante Gespräche geführt.

 

werkzeugforum.de bedankt sich für das Gespräch

Florian Dirr - 2005

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