Leistungsstarke Druckluft-Werkzeuge von Suhner
Antriebe für Werkzeuge gibt es viele. Unterschiedlichste Energiequellen mit verschiedenen Leistungen sind auf dem Markt. Druckluftmotoren sind eine wirtschaftlich sehr interessante Variante, wie bekannt. In Form von Lamellenmotoren stellen diese sowohl ökonomisch als auch technisch besonders gute Alternativen dar. Die Otto Suhner AG brachte schon 2006 mit der heute bewährten G-Reihe ein Produkt auf den Markt, welches das Potential von Lamellenmotoren erheblich ausgeweitet hat: "Mit dem neuen 900-Watt-Motor wird das Potential von Lamellenmotoren nahezu ausgereizt und die Vorteile dieser Antriebsart weiter erhöht", so Suhner.
"Aus Zylinderbüchse, exzentrisch gelagertem Drehkolben, Schieberlamellen und Seitenscheiben ist dieser Motor aufgebaut", erklärt Peter Stutz, Entwicklungsleiter bei Suhner. Durch die radial in der Zylinderbüchse angebrachten Lufteintrittsöffnungen strömt die Luft auf die Schieberlamelle. Aufgrund des sich öffnenden Raumes zwischen Zylinderbüchse und Drehkolben wird die Anströmfläche auf der Schieberlamelle grösser und der Drehkolben beginnt sich zu drehen. 180 Grad später in dieser Drehbewegung verjüngt sich, prinzipbedingt, dieser Raum wieder. Bevor die Luft nun zusammengepresst wird, kann sie radial durch die Austrittsöffnungen entweichen. Höchste Präzision bei der Fertigung, wegen sehr kleiner Spaltmasse aller umströmten Teile, ist die Voraussetzung für einen guten Wirkungsgrad. |
| "Die Leistung und die Leerlaufdrehzahl werden bestimmt von vielen Parametern: Motorvolumen, Öffnungs-, Schliess- und Strömungswinkel, Drehkolben-/Zylinderbüchsenlänge und -Durchmesser, Druckverluste durch vor- und nachgeschaltete Baugruppen", betont Suhner-Entwicklungschef Peter Stutz. Beim ungeregelten Motor werde die maximale Leistung bei rund 50 Prozent der Leerlaufdrehzahl erreicht. "Der neue 900W-Lamellenmotor der G-Reihe ist durch mehrere Veränderungen auf 50 Prozent mehr Leistung getrimmt", gibt Peter Stutz zu verstehen. Mehr Leistung - geringere Kosten "Die Neuentwicklung basiert auf den Dimensionen des bestehenden "Erste Voraussetzung für die Leistungssteigerung bei sehr gutem Wirkungsgrad ist eine möglichst laminare, ungehinderte Strömung sowohl der Zu- wie der Ablauft durch den kompletten Motor", erörtert Peter Stutz die Details. Die Zuluft strömt asymmetrisch mit grossem Querschnitt und dadurch mit kleiner Geschwindigkeit in den Motorraum - ähnlich der 4-Ventiltechnik bei Benzinmotoren -, um mit gleichmässiger Kraft auf die ganzen Schieberlamellen drücken zu können. Damit die Abluft möglichst schnell den Motorraum verlässt, strömt sie ebenfalls asymmetrisch aus. "Die Umsetzung dieser Anforderungen beginnt beim Modellieren mit 3D-CAD, geht über die Verwendung von modernen, abriebfesten Materialien wie Carbon fibre für Schieberlamellen hin zum Einsatz von modernsten Verfahren zur Herstellung und Bearbeitung von dünnwandigen, geometrisch komplexen Teilen", beschreibt der Ingenieur weitere Einzelheiten. Vielseitige Einsatzmöglichkeiten Der Motor ist selbsttragend aufgebaut: "Die vordere, spielfreie Doppellagerung und die hintere, einreihige Lagerung sitzen in den Seitenscheiben, welche ihrerseits in der Zylinderbüchse zentriert sind. Dank diesem Konstruktionsprinzip kann dieser Druckluft-Lamellenmotor sehr vielseitig eingesetzt werden", betont der Entwicklungsleiter der Otto Suhner AG. Durch die Verwendung eines Fliehkraftreglers werde das Leistungsverhalten des Lamellenmotors gesteigert. Die gleich bleibend hohe, maximale Leistung werde nunmehr bei 70 Prozent der Leerlaufdrehzahl erreicht, gegenüber 50 Prozent bei ungeregelten Motoren. "Folge davon ist ein optimaler, energieschonender Einsatz der Suhner-Motoren, keine überhöhten Leerlaufdrehzahlen und weitreichend konstante Motorendrehzahl unter Last“, unterstreicht Peter Stutz. Neue G-Druckluftwerkzeuge Mit den Kriterien: Klein, handlich und sehr leistungsstark verbessert die neue Produktereihe von Suhner die generellen Vorteile von Druckluftwerkzeugen - darunter den ökonomischen Aspekt - noch mehr. Schalldämpfer und Servicefreundlichkeit sind weitere Merkmale, die positiv zu Buche schlagen. Bekanntlich ist die Schalldämpfung ein zunehmend wichtiges Thema. Eine Standsuchmembrane beim Luftaustritt reduziert die Ansauggeräusche beim Abschalten der Suhner-Werkzeuge. Darüber hinaus tragen weitere konstruktive, strömungsoptimierende Massnahmen dazu bei, die Geräusche noch weiter zu reduzieren. Die Servicefreundlichkeit werde bei der neuen G-Reihe gross geschrieben, versichert Peter Stutz. Um die eigentlichen Verschleissteile, die "Schieberlamellen", zu wechseln, bedarf es lediglich drei Verschraubungen zu lösen - schon können diese Teile ausgetauscht werden. Und der Zusammenbau geschehe in umgekehrter Reihenfolge, ohne irgendwelche Justierarbeiten, weiß der Ingenieur. Falsch positionierte Betätigungshebel gehören der Vergangenheit an: Durch Lösen einer kleinen Imbusschraube unter dem Hebel lässt sich dieser um 360 Grad um das Druckluftwerkzeug drehen, in die optimale Betätigungsposition. Durch den generellen Einsatz eines Fliehkraftreglers kann bei allen schnelldrehenden Druckluftwerkzeugen auf ein Getriebe verzichtet werden. Nur bei Poliermaschinen - als Beispiel für langsamlaufende Druckluftwerkzeuge - wird ein Getriebe eingesetzt. Weitere Details unter www.suhner.com. J. Stimpfig und P. Richter - 2008 |
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