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Lorch: Schweißen als Erfolgsfaktor in der Fertigung

"Immer schneller, immer individueller und immer flexibler", so könnten heutzutage die Kundenansprüche im Sondermaschinenbau auf einen Nenner gebracht werden, erklärt Lorch Schweisstechnik. Schnellere Produktentwicklung und zügigere Fertigung von Kleinserien bei gleichzeitig hohem Individualisierungsgrad heiße das erklärte Ziel, um Wettbewerbsvorsprünge zu generieren. Wie der Einsatz modernster MIG/MAG Schweißtechnik die Fertigungsabläufe bei einem der führenden Hersteller von Baumaschinen und Sonderbaumaschinen wirkungsvoll unterstütze, so die Firma Lorch weiter, zeige ein Beispiel aus der Praxis.

Lorch Schweißtechnik

Lorch Schweißtechnik unter Tage. Flexible Technik für besondere Maschinen.

3-D-Konstruktion im Büro - Schweißen vor Ort
Harald Stroebel, Schweißfachmann und Meister bei Schaeff Gruppe, Langenburg, schildert eindrücklich die "unmenschlichen" Bedingungen für Baumaschinen unter Tage. Nach dem Grundsatz "Mit uns kann man arbeiten", fertigt die Schaeff Gruppe und ihre weltweit fast 1.300 Mitarbeiter High-Tech-Geräte in Sachen Baggertechnik. So findet man Schaeff Tunnelbagger auf Baustellen rund um den Globus: Auf verschiedenen ICE Ausbaustrecken, auf Auto- und Eisenbahnbaustellen in China, bei U-Bahn-Projekten in Großbritannien, bei Wasserbaumaßnahmen in der Türkei, bei Wasserkraftwerk-Versorgungen in Indien oder bei Bergwerksarbeiten in Südamerika. Harald Stroebel betont: "Im Tunnel- und Spezialtiefbau kommen keine Maschinen von der Stange zum Einsatz. Für jedes Projekt benötigt man ein Gerät, das für die vorgegeben Aufgabe eigens konstruiert wird".

MIG/MAG Schweißtechnik

Harald Stroebel unter Tage. Modernster MIG/MAG Schweißtechnik unterstützt die Fertigungsabläufe bei Schaeff.

Fotos: Schaeff

Entsprechend sind in der Schaeff–Konstruktionsabteilung 70 Mitarbeiter beschäftigt, die mit Hilfe hochmoderner 3-D CAD Systeme den Bau von Prototypen überflüssig machen. "Doch trotzdem sind unsere Tunnelleute fast jede Woche draußen, um sich ein Bild von der Arbeitsweise und den Arbeitsbedingungen machen zu können". Harald Stroebel berichtet von einem besonders anspruchsvollen Projekt: Der Konstruktion eines Tunnelbaggers, der Untertagearbeiten bei einer Steigung von 15 Grad auf 7.000 Meter (also von rund 27 Prozent Steigung ) ausführen musste.

Kein Bagger ist der Selbe

MIG/MAG Schweißtechnik

Bagger für den Bergbau werden an Ort und Stelle aufgebaut. Schweißfachmann Harald Stroebel im Einsatz.

Klein aber sehr fein heiße bei Schaeff die Devise, berichtet Lorch. "Wir können als Sondermaschinen-Hersteller nur dann am Markt bestehen, wenn wir dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus sind", betont Harald Stroebel. Dazu brumme es in der Fertigung bei Schaeff ordentlich. Individualisierung und das "Denken in der Kleinserie" werde entsprechend groß geschrieben. "Wir sind in der Produktion voll und ganz auf Einzelstücke und Kleinserien ausgerichtet", bemerkt Schweißfachmann Stroebel. Kein Wunder, liegt doch der Exportanteil von Schaeff in manchen Monaten bei über 60 Prozent. Entsprechend müssen die Maschinen nicht nur den individuellen Kundenwünschen und der deutschen Straßenverkehrszulassungsverordnung (StZVO) entsprechen, sondern auch den Emissionsbedingungen der Environmental Protection Agency (EPA) in den USA oder den Homologationsbedingungen in Japan, Italien oder Polen. Mit anderen Worten: Jeder Bagger ist anders.

C-Dialog Variante 2

C-Dialog Variante 2, Bedienung und Drahtvorschubeinheit im Koffer.

Foto: Lorch

Schaeff arbeitet mit LorchGefordert sind damit bei Schaeff Fertigungs-Tools, die sich sehr flexibel den ständig wechselnden Anforderungen der Kleinserienfertigung anpassen können. Ein entscheidender Grund, warum man sich bei Schaeff für Schweißtechnik von Lorch entschieden hat: die neue C-Dialog. Von unerlässlicher Bedeutung ist für die Schweißfachleute bei Schaeff der Einsatz einer Fernbedienung inklusive langem Schlauchpaket. Damit entfällt der lange Weg von und zum Schweißbrenner. Besonderer Vorteil: Alle Einstellungen lassen sich direkt am Brenner vornehmen. "Wir müssen in allen Lagen flexibel schweißen können", betont Harald Stroebel. Reproduzierbarkeit aller Schweißparameter ist dabei eine ganz entscheidende Größe. In diesem Zusammenhang ist die Schweißdatenbank der C-dialog von ganz entscheidender Bedeutung. Technischer Hintergrund ist die Integration der CAN-Bus-Technologie, die den Einsatz von Tiptronic-Funktionen ermöglicht. Der Vorteil: Alle Schweißarameter lassen sich als Jobs speichern. Jetzt genügt ein Tastendruck am Brenner der C-dialog und die zuletzt eingestellten Werten können aktiviert werden. "Eine enorme Zeitersparnis für uns in der Kleinserienfertigung" bermerkt Harald Stroebel. "Da sparen wir einige Arbeitstage pro Monat". Denn allzu schnell gehen über langwierige Einstellarbeiten Stunden und sogar Tage an wertvoller Arbeitszeit verloren. "Und welcher Wettbewerber lässt uns heute noch Zeit?", bemerkt der Schweißfachmann nachdenklich. "Langwierige Einstellarbeiten sind bei uns jetzt völlig passé", versichert Schweißfachmann Harald Stroebel. Seine Argumente sprechen für die Schweißtechnik von Lorch.

Sti - 2002

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