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NOMI - Japanische Stemmeisen von MAGMA

Nicht nur Holz-Bildhauer sondern auch Tischler verwenden Stemmeisen. Griff der künstlerisch begabte Handwerker seither gerne auf Stemmeisen aus europäischer Produktion zurück, zeigen die Japaner nun Scharfes aus Fernost. Die österreichische Firma MAGMA hat es sich auf die Fahnen geschrieben, das exquisite japanische Werkzeug dem europäischen Markt zugänglich zu machen.

Scharfes aus Japan. Hinter dem Namen NOMI stehen handgeschmiedete Stemmeisen hoher Qualität.

Scharfes aus Japan. Hinter dem Namen NOMI stehen handgeschmiedete Stemmeisen hoher Qualität.

NOMI heißen die Stemmeisen aus dem zweiten Wirtschaftswunderland Japan. Kennt der Handwerker aus diesem oft nur Nachbauten und Billigprodukte, soll er jetzt eines Besseren belehrt werden. Anfangs stellt sich die Frage, was können die Stemmeisen aus dem Land der aufgehenden Sonne mehr, als jene europäischer Fertigung und Qualität? Glaubt man dem Hersteller, übertreffen die "scharfen Japaner" die Europäer unter den Stemmeisen um vier Eigenschaften. Als erste dieser erhebt das Nomi den Anspruch der unübertroffenen Schärfe. Begründet wird diese mit der handgeschmiedeten Schneide aus Karbonstahl. Mit ihr verbindet das Unternehmen MAGMA optimale Schärfe und Schnitthaltigkeit.

Dieser Nomi des japanische Kunstschreiner Kiyo Tsutsui hat 40 Jahre im professionellen Einsatz hinter sich und ist immer noch nicht am Ende.

Dieser Nomi des japanische Kunstschreiner Kiyo Tsutsui hat 40 Jahre im professionellen Einsatz hinter sich und ist immer noch nicht am Ende.

Als weiteres Plus gegenüber den "Europäern" gelte die dämpfende Wirkung der Nomis, so MAGMA. Ein Körper aus weichem Eisen ist mit der Schneide schmiedeverschweißt und dämpft so die Schlagenergie im Griff. Als "schlaue Ergonomie" bezeichnen die Österreicher die Form des Stemmeisens. Selbst beim Festhalten des Nomis am Schaft, soll das Werkzeug, nach Angaben von MAGMA, gut in der Hand liegen. Auf einen Bund zwischen Angel und Heft wurde verzichtet; an dieser Stelle schützt eine konische Stahlzwinge vor Lockerung und Aufsplittern.

NOMI-Sortiment

Verschiedene Formen lassen viele Bearbeitungsformen, wie zum Beispiel Flächenbearbeitung, zu.

Eine weitere für den Handwerker wichtige Eigenschaft eines Werkzeuges ist die Lebensdauer. Aufgrund der Fertigung jedes Nomi-Stemmeisens durch Handarbeit, unter Verwendung von hochwertigen Werkstoffen, soll eben diese sehr hoch sein. Die Klingen werden geschmiedet, einzeln gehärtet, auf Wasserstein geschliffen und geschärft.

Die japanischen Stemmeisen sind in zwei Qualitätsstufen erhältlich. Bei der höheren der beiden ist das Nomi mit einer Damaszener-Klinge, bei der "normalen" mit einer Klinge aus Mehrlagenstahl versehen.

Nomis-Set in Holzkiste

Im Set können die Nomis auch in einer Holzkiste erstanden werden.

Fotos: MAGMA

Neben dem Standard-Nomi, beispielsweise zur Flächenbearbeitung, gibt es auch eine Vielzahl an Spezialformen, wie zum Beispiel Nomi in Dreiecksform. Jedes dieser Einzelstücke ist eine hohe Wertschätzung gegenüber der hohen Qualität der Schmiedekunst, hat als solche jedoch auch ihren Preis. So kostet zum Beispiel das 10-teilige Oire-Nomi-Set, mit Holzkiste und in "normaler Qualität" 541,41 €. Aber frei nach dem englischen Sozialreformer Ruskin: "Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen sie das niedrigste Angebot an, müssen sie für das Risiko, das sie eingehen etwas hinzurechnen. Wenn sie dies tun, dann haben sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen".

Florian Dirr - 2002 (S)

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