Schutzgasschweißen

MIG-MAG-Schweißen

MIG-MAG-Schweißen
  • Der Lichtbogen brennt zwischen dem Werkstück und einem mechanisch von einer Rolle zugeführten Schweißdraht (Elektrode)
  • Ein automatisch zugeführtes nicht brennbares Gas schützt den Lichtbogen und das Schmelzbad vor negativen Einflüssen der Außenluft
  • Mit dem MIG-Verfahren (MIG= Metall - Inert - Gas) werden Aluminium und Aluminiumlegierungen verarbeitet. Als Gase werden Argon (Ar), Helium (He) und deren Gemische eingesetzt
  • Das MAG-Verfahren (MAG= Metall - Aktiv - Gas) wird für die Verarbeitung von allgemeinem Bau-, Kessel- und Rohrstahl ab ca. 0,5 mm in Verbindung mit Mischgasen aus Argon (Ar) und Kohlendioxid (CO2) oder reinem Kohlendioxid (CO2) eingesetzt. Edel- und hochlegierte Stähle werden ebenfalls mit dem MAG-Verfahren verarbeitet. Als Schutzgase finden hier aber Mischgase aus Argon (Ar) und niedrigem Anteil (<5%) Kohlendioxid (CO2) oder Mischgase aus Argon (Ar), Kohlendioxid (CO2) und Sauerstoff (O2) sogenannte "Pulsgase" Verwendung
  • Vorteile des Verfahrens sind die einfache Handhabung und die sehr guten Dünnblecheigenschaften

    Quelle: Elektra Beckum

Lichtbogenarten und Werkstoffübergang beim MIG/MAG Schweißen


Sprühlichtbogen

Werkstoffübergang: feintropfig, kurzschlussfrei
verwendbar für: V-Nähte (Mittel- und Decklagen), Kehlnähte
Schutzgas: Argon, Mischgas
Werkstoff: alle Metalle

 

Langlichtbogen

Werkstoffübergang: grobtropfig, nicht kurzschlussfrei
verwendbar für: Schweißnähte bei größeren Werkstückdicken
Schutzgas: Mischgas Kohlendioxid

 

Kurzlichtbogen

Werkstoffübergang: feintropfig im Kurzschluss, etwa 300Kurzschlüsse/min
verwendbar für: Schweißen an dünnen Werkstücken, Wurzelschweißung
Schutzgas: Mischgas, Kohlendioxid
Werkstoff: Stahl

 

Impulslichtbogen

Werkstoffübergang: fein- bis grobtropfig, Impulsfrequenz 1-100Hz
verwendbar für: Schweißen an dünnen Werkstücken, Wurzelschweißung
Schutzgas: Argon, Mischgas
Werkstoff: Aluminium, hochlegierte Stähle

 

 

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