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Wiha kämpft gegen Plagiate

Die Schäden durch Produktpiraterie gehen in die Milliarden. Zunehmend geraten auch Produkte von mittelständischen Unternehmen in den Fokus der Plagiatoren. Der Werkzeughersteller Wiha aus Schonach kann ein Lied davon singen - und setzt sich erfolgreich zur Wehr.

Seit fast 70 Jahren steht der Name Wiha für Innovation und Produktqualität. In Sachen Funktionalität und Design gehört die Wiha Werkzeuge GmbH zu den führenden Herstellern von Präzisionswerkzeugen. Aber genau das macht sie zu einem beliebten Ziel der Produktpiraten. Das führt dazu, dass einige Modelle öfter als Plagiat produziert und verkauft werden als das Original. Ein Beispiel hierfür sei der Wiha Sechskant-Klapphalter PocketStar®. Rainer Blum, Entwickler/Betreuer Patentwesen von Wiha, ist sich des Schadens bewusst: „Wir schätzen, dass wir durch Plagiate jedes Jahr einen Umsatzverlust im sechsstelligen Bereich haben.“

Mehr Plagiate als Originale verkauft: Wiha Sechskant-Klapphalter PocketStar®

Mehr Plagiate als Originale verkauft: Wiha Sechskant-Klapphalter PocketStar®

Insgesamt beläuft sich der Schaden für Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland fürs vergangene Jahr auf rund 7 Milliarden Euro. Ausgangspunkt für die Produktpiraterie ist in den meisten Fällen der asiatische Raum. „Deutsche Produkte genießen einen guten Ruf, das macht sie in Asien zu beliebten Vorlagen“, erklärt Wilfried Hahn, geschäftsführender Gesellschafter von Wiha. Die Käufer von Plagiaten seien oft ahnungslos oder handelten aus einer Schnäppchenlaune heraus, die sich früher oder später rächt. Wilfried Hahn: „Die Freude an billig kopiertem Werkzeug währt meist nicht lange. Durch das minderwertige Material kommt es im besten Fall zu einer schnellen Abnutzung, im schlimmsten zu Verletzungen.“

Schon seit Jahren engagiert sich die Wiha Werkzeuge GmbH im Kampf gegen Plagiate. Das Unternehmen forscht auf Messen und im Internet nach Plagiaten und arbeitet eng mit dem Zoll zusammen. Das führt schon zu Beschlagnahmungen gefälschter Waren. Das konsequente Vorgehen trägt erste Früchte. „Unsere Maßnahmen zeigen mit der Zeit Wirkung. Auf dem Markt spricht es sich anscheinend herum, dass wir aktiv gegen Produktpiraterie vorgehen. Das hat wohl eine abschreckende Wirkung“, sagt Hahn. Auch der Kunde kann sich vor Fälschungen schützen: „Wenn Wiha draufsteht, ist meistens auch Wiha drin – der Markenname wird seltener gefälscht. Vermeintliche ‚Schnäppchen’ im Internet oder vom Wühltisch sollten trotzdem gemieden werden, stattdessen lieber beim Fachhändler für Qualitätswerkzeug einkaufen.“ (js/Wiha)

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