"Wild-Wechsel" auf der Oleftalsperre - Kärcher putzt ab
Der Reinigungsgerätehersteller Kärcher hat mit seinen restauratorischen Reinigungen von Gebäuden und Denkmälern wie den Präsidentenköpfen am Mount Rushmore oder den Kolonnaden des Petersplatzes in Rom dazu beigetragen, bedeutende Kunstwerke zu erhalten. Jetzt entstand in Zusammenarbeit mit dem Künstler Klaus Dauven an der Oleftalsperre in Hellenthal in der Eifel ein 8.000 Quadratmeter großes Gemälde. Mit Hilfe von Hochdruckreinigern wurden Wildtiere, Vögel und Fische aus der Wand herausgearbeitet.
| Die Mitarbeiter von Kärcher und Klaus Dauven bearbeiteten die 282 Meter lange und bis zu 59 Meter hohe Talseite der Oleftalsperre mit dem Wasserstrahl. Dabei machten sie sich die fast 50 Jahre alte Schmutzschicht zu Nutzen: Im Kontrast von bearbeiteter zu unbearbeiteter Fläche wurden Waldtiere und Vögel als Positiv und Fische als Negativ sichtbar. Aus diesem Grund bekam das Kunstwerk auch den Titel "Wild-Wechsel". |
| Reinigungstechnik von Kärcher Um den Entwurf des Bilder auf die rund 8.000 Quadratmeter große Fläche zu übertragen, wurde er digitalisiert und mit Lasertechnik auf die Mauer projiziert. Für die Reinigungsarbeiten wurden drei Kaltwasser-Hochdruckreiniger HD 10/25 von Kärcher eingesetzt, die auf der Mauerkrone standen. Verwendet wurde lediglich klares Wasser. Dieses wurde mit einer Kärcher-Tauchdruckpumpe SPP 60 gefördert. Mit Kletterseilen und Befahranlagen konnten dann die Mitarbeiter von Kärcher die fast ausschließlich organischen Verschmutzungen wie zum Beispiel Algen, Moose und Flechten entfernen. Temporäre Kunstwerke Der Künstler Klaus Dauven setzt seit 2003 Hochdruckreiniger ein, um unter anderem auf Gartenmauer, in Unterführungen und auf Brückenpfeilern temporäre Kunstwerke zu erstellen. Er setzt sich dabei intensiv mit Umgebung, die ihm als Untergrund dient, auseinander und bezieht ihn in sein Bild mit ein. Im Gegensatz zu Graffitis verändert er den Untergrund nicht dauerhaft, sondern nur für eine gewisse Zeit. Die Oleftalsperre die ihm dieses Mal als Untergrund diente wurde zwischen den Jahren 1955 und 1959 gebaut. Sie dient dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseranreicherung und liefert sowohl Energie als auch Trinkwasser für den Kreis Euskirchen und den Großraum Aachen. Sie ist außerdem die einzige Hohlpfeilerzellen-Staumauer in Deutschland. Die Staumauer besteht aus einer Kette von 16 Hohlpfeilern, die durch Dichtungselemente miteinander verbunden sind. Über die Reinigung der Präsidentenköpfe am Mount Rushmore im Jahre 2005 berichtete werkzeugforum.de hier. U. König – 2006 (S) |
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