Wo gehobelt wird da zieht man - japanische Hobel von Magma
In japanischen Holzarbeiten dominieren Natur und Ästhetik, das bedeutet sie sind meist naturbelassen. "Kanna (Hobel) heißt das Werkzeug, das diesen natürlichen Effekt erzielt", erklärt die österreichische Magma GmbH. Das Besondere: mit Kanna wird auf Zug gehobelt, ähnlich den japanischen Sägen.
| "Das heißt also, es findet eine Reduktion auf die elementare Funktion des Hobels statt", verdeutlicht die auf gehobene Holzbearbeitung spezialisierte Werkzeug-Firma. Auf Verstellmechanismen, die bei europäischen Hobeln häufig zur Anwendung kommen, sei hier ganz bewusst verzichtet worden. Ebenfalls soll deutlich weniger Kraftaufwand nötig sein, wenn auf Zug gearbeitet wird. "Für die Schreiner im Land der aufgehenden Sonne ist der Kanna-Hobel das wichtigste Werkzeug", stellen die Fachleute für japanisches Handwerkzeug klar. Bevor ein Werkstück fertig gestellt ist, komme das Ausnahme-Werkzeug stets als letztes zum Einsatz. "Denn die Kanna hobeln so glatt, dass Schleifen schlicht nicht mehr notwendig ist", versichert das Werkzeug-Haus. Gut 300 verschiedene japanische Tophobel stehen dem Profi zur Verfügung. Magma unterscheidet dabei vor allem maschinell gefertigte von handgeschmiedeten 2-Lagen-Stahl Hobeleisen. Bei Letzteren ist das Eisen bereits an der Spiegelseite abgerichtet und vorgeschärft. Die andere Serie ist mit einem maschinell gefertigten 2-Lagen-Stahl Eisen ausgestattet. P. Richter - 2005 (S) |
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