Auto überbrücken - Starthilfe mit Powerbank

Auto überbrücken oder PowerBank

Wenn im Winter das Auto morgens nicht mehr anspringt, dann ist meistens die Batterie leer. Interessanterweise sind dann plötzlich auch die Straßen leer. Niemand ist in der Nähe, der Starthilfe geben könnte. Lesen Sie, wie Ihnen ein kleines Gerät aus dieser Zwickmühle heraushelfen kann.

Wer an einem kalten Wintermorgen liegen bleibt ruft in seiner Verzweiflung meist den ADAC. Doch in der Regel kommt schnell die Erkenntnis, dass man nicht der einzige Mensch mit einer Autopanne ist. Gerade in der kalten Jahreszeit sind die gelben Engel oft auf Stunden ausgebucht. Was tun? Eine Alternative zum Auto überbrücken sind die sogenannten Starthilfe-Booster. Das sind äußerst leistungsstarke Powerbanks, wie sie wahrscheinlich jeder zum Aufladen seines Smartphone nutzt. Mit einem Unterschied: Die Powerbank für die Starthilfe beim Auto ist in der Lage, extrem hohe Ströme in kurzer Zeit abzugeben – so starke Ströme, dass eben der Motor wieder anspringt.

20 beliebte Powerbank – Booster

Powerbank als Starthilfe

Eine Powerbank als Starthilfe-Booster macht also unabhängig von Dritten. Wie ist die Funktionsweise und auf was ist beim Kauf zu achten? Einige Tipps und Tricks.

  • Bezeichnung: Die Starthilfe-Booster werden auch als Jump Starter, Powerbank, Akku-Booster, Powerbank-Booster etc. bezeichnet
  • Geräteaufbau: In einem Kunststoffgehäuse steckt ein leistungsfähiger Lithium-Ionen-Akku. Die Funktionalität wird über Elektronik gesteuert.
  • Laden: Den Akku lädt man am besten zuhause über eine 230-Volt-Steckdose auf. Einige Geräte lassen sich auch über den Zigarettenanzünder oder über eine USB-Schnittstelle laden. Allerdings verlängert sich dadurch die Ladezeit erheblich.
  • Starthilfe: Die Geräte haben einen 12-Volt-Ausgang an welchem die beiden Starthilfekabel (plus und minus) angeschlossen werden. Diese schließt man an die entsprechenden Pole der Autobatterie. Achtung – unbedingt Bedienungsanleitung beachten! Darin ist die korrekte Anschluss- und Abklemmreihenfolge der Starthilfekabel beschrieben. Außerdem enthält sie Empfehlungen zur Länge und Anzahl der Startversuche.
  • Größe: Die meisten Geräte sind ungefähr so groß wie ein Taschenbuch. Achtung: Je größer der Funktionsumfang, desto größer das Gerät.
  • Funktionsumfang: Zusätzlich zur Starthilfefunktion bieten die meisten Geräte auch noch eine LED-Taschenlampe sowie mehrere Anschlüsse, um eventuell auch Notebooks, Smartphones, Tablets und ähnliche technische Geräte laden zu können. Faustregel: je mehr Funktionen, umso teurer das Gerät.
  • Leistungsfähigkeit: Die Geräte gibt es ab rund 8.000 mAh. Dieser Wert „mAh“ steht für Milliamperestunden und ist das Maß für die Leistung bzw. die im Akku gespeicherte Menge an Energie.
  • Lagerung: Die Starthilfe-Powerbanks sind klein. Man könnte versucht sein, sie im Auto zu lagern. Allerdings nimmt ihre Leistungsfähigkeit bei Kälte deutlich ab. Das hat ein Test des ADAC ergeben. Daher die Geräte (geladen) lieber zuhause, im Warmen aufbewahren und nur auf Reisen im Pkw mitführen.

Auto überbrücken per Starthilfekabel

Sollte sich doch noch ein freundlicher Nachbar mit funktionstüchtigem Auto und Starthilfekabel einstellen, dann können Sie natürlich auf die konventionelle Starthilfe zurückgreifen. Hierzu gibt der ADAC folgende Ratschläge:

Grundsätzliches zum Auto überbrücken

  1. Nur Personen mit entsprechenden Kenntnissen sollten Starthilfe geben. Sonst lieber den ADAC rufen!
  2. Vor der Starthilfe die Bedienungsanleitung beider Fahrzeuge gründlich lesen. Insbesondere die vorgegebenen Anschlusspunkte beachten.
  3. Starthilfe nur bei entladenen Batterien versuchen – nicht bei defekter Batterie.
  4. Warnwesten anlegen und Fahrzeuge absichern. Spenderfahrzeuge so positionieren, dass sie den Verkehr nicht behindern. Fahrzeuge dürfen sich nicht berühren.
  5. Auf geeignetes Starthilfekabel achten, Bedienungsanleitung lesen.

Starthilfe geben Schritt für Schritt

  1. Rotes Kabel: Pluspol des Spenderautos mit Pluspol des Pannenautos verbinden.
  2. Schwarzes Kabel: Minuspol des Spenderautos mit vorgegebenem Masseanschluss des Pannenautos verbinden, nicht mit dessen Batterie.
  3. Motor des Spenderautos starten.
  4. Nach einigen Minuten versuchen, das Pannenauto kurz zu starten. Falls es nicht klappt, nach einer Minute erneut versuchen. Höchstens aber dreimal.
  5. Wenn das Pannenauto an ist, beide Autos noch einige Minuten laufen lassen. Falls es nicht geklappt hat, bei beiden Autos Zündung ausschalten. Weiter mit Punkt 7 und fachkundigeHilfe rufen.
  6. Gebläse einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden.
  7. Schwarzes Kabel vom Spenderauto, dann vom Pannenauto trennen. Dann rotes Kabel entfernen.
  8. Motor des Pannenautos laufen lassen undGebläse ausschalten.
  9. Vorsichtig weiterfahren, da die elektrische Unterstützung von Fahrfunktionen ausfallen könnte. Auf Fehlermeldungen des Fahrzeuges achten. Bei Fehlfunktionen anhalten und fachkundige Hilfe rufen.
  10. Längere Zeit fahren, um Batterie aufzuladen.

(Quelle und weitere Informationen: www.adac.de/alles-zur-starthilfe, Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de)

 

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