Der Spruch „Außen hui, innen pfui“ passt zu den meisten Autofelgen, die man im Straßenverkehr sieht. Oder hast du schon einmal die Felgen von innen gereinigt? Ich jedenfalls nicht – bis heute zumindest. Für unseren Felgenreiniger-Test mussten Sonax, Nigrin, Michelin und Meilz gegen festgesetzten Bremsstaub und Straßendreck antreten. Welcher Reiniger überzeugte – und worauf solltest du bei der Anwendung achten?
„Da schaut doch keiner hin.“ Der Mann in der Waschbox neben mir lächelt mich mitleidig an. Offensichtlich kommt es nicht jeden Tag vor, dass jemand seine Räder von innen reinigt. Als ich ihm erkläre, dass ich verschiedene Felgenreiniger testen möchte, weicht das Unverständnis einer gewissen Neugier. „Ach ja. Und welche?“ Ich zeige auf meine vier Probanden:
- Michelin Profi Felgenreiniger,
- Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus,
- Nigrin Performance Felgen-Reiniger EvoTec und
- Meilz.
Die Auswahl entstand spontan: Ich kaufte die vier Felgenreiniger selbst im örtlichen Baumarkt beziehungsweise im Kfz-Zubehörhandel. Der Vergleich bildet deshalb nur diese vier Produkte ab und bietet keinen vollständigen Marktüberblick.
Das Ergebnis vorweg: Sonax erzielte in unserem Praxistest die beste Reinigungsleistung, gefolgt von Nigrin und Michelin. Meilz ließ deutlich mehr Schmutz zurück. Wie groß die Unterschiede nach dem ersten Reinigungsdurchgang ausfielen, zeigen die Fotos bei den einzelnen Produkten.

Zwölf Jahre im Einsatz, innen nie gereinigt: Bremsstaub und Straßendreck haben deutliche Spuren hinterlassen.
Felgenreiniger im Test
Nun liegen die vier Räder mit der Innenseite nach oben in der Waschbox und warten auf die Reinigung. Zugegeben, ich war über ihren Zustand etwas erschrocken. Seit dem Autokauf vor rund zwölf Jahren habe ich die Felgen innen noch nie gereinigt. Entsprechend haben sich Straßendreck, Bremsstaub und ich weiß nicht was abgelagert. Ob die Felgenreiniger damit klarkommen?
Die Felgen gehören zu einem Winterradsatz. Beim jährlichen Wechsel tauschte ich die Räder zwischen Vorder- und Hinterachse, sodass alle zeitweise den stärkeren Bremsstaubablagerungen an der Vorderachse ausgesetzt waren. Trotzdem können sich Art und Stärke der Verschmutzung unterscheiden. Diese Einschränkung berücksichtigen wir bei der Bewertung unseres Praxistests.
Testablauf
Sicherheit und Waschplatz
Felgenreiniger können allergische Hautreaktionen, schwere Augenreizungen oder Augenschäden verursachen. Welche Gefahren für das jeweilige Produkt gelten, steht auf dem Etikett und im Sicherheitsdatenblatt. Wir nutzten die Reiniger auf einem SB-Waschplatz, der das Waschwasser auffängt und behandelt. Prüfe vor dem Einsatz eigener Reiniger die Regeln des Betreibers: Nicht jeder Waschplatz erlaubt mitgebrachte Mittel, denn sie können die Abwasserbehandlung beeinträchtigen.

Eine Felgenbürste unterstützt die Reinigung hartnäckiger Ablagerungen. Geeignete Schutzhandschuhe schützen die Hände beim Umgang mit dem Reiniger.
Schutzausrüstung
Bei der Arbeit trug ich geeignete Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille. Besonders beim Abspülen mit dem Hochdruckreiniger können Reiniger und Schmutzwasser zurückspritzen. Verwende chemikalienbeständige Handschuhe, die sich für den jeweiligen Reiniger eignen. Hinweise zu Material und erforderlicher Dicke findest du im Sicherheitsdatenblatt; beachte außerdem die Angaben des Handschuhherstellers.
Praktische Durchführung
Für den Test nutzte ich vier Leichtmetallfelgen eines BMW, deren Innenseiten ich seit zwölf Jahren nicht gereinigt hatte. Die Reinigung fand an einem Dienstagvormittag Ende September auf einem SB-Waschplatz statt. Die Außentemperatur lag bei etwa 15 °C. Die Hersteller empfehlen, direkte beziehungsweise pralle Sonne zu vermeiden. Die schwache Herbstsonne hat unseren Test diesbezüglich nicht negativ beeinflusst. Kein Felgenreiniger trocknete während der Einwirkzeit an.
Jede Felge behandelte ich mit einem anderen Reiniger. Zunächst sprühte ich die Innen- und Außenseite satt ein und beachtete die jeweilige Einwirkvorgabe. Im ersten Durchgang unterstützte ich die Reinigung auf einem etwa 20 Zentimeter breiten Bereich mit einer Felgenbürste. Anschließend spülte ich die Felge gründlich mit dem Hochdruckreiniger ab.
Im zweiten Durchgang sprühte ich jede Felge nochmals vollständig mit demselben Reiniger ein und spülte sie nach der vorgesehenen Einwirkzeit erneut ab.
Für die Bewertung verglich ich die sichtbare Reinigungsleistung nach beiden Durchgängen – sowohl auf den nur eingesprühten und abgespülten Flächen als auch im zusätzlich gebürsteten Bereich. Die Smartphone-Fotos dokumentieren, welche Ablagerungen verschwanden und wo Schmutz zurückblieb.
Erst nach Abschluss des Vergleichs reinigte ich alle vier Felgen in einem dritten Durchgang mit dem Testsieger Sonax nach, damit sie gleich sauber waren. Dieser abschließende Durchgang gehörte nicht zur Bewertung.
Keine Schäden an der Alufelge
Nach der Reinigung konnte ich an keiner der vier Alufelgen sichtbare Schäden feststellen. Diese Beobachtung gilt für die getesteten Felgen, die vier verwendeten Felgenreiniger sowie die beschriebenen Bedingungen; sie lässt sich nicht auf alle Felgenoberflächen übertragen. Beachte deshalb die Hinweise des jeweiligen Herstellers zur Materialverträglichkeit und teste den Reiniger zunächst an einer unauffälligen Stelle.
Einordnung: Unser Praxistest zeigt, wie die vier Reiniger unter den beschriebenen Bedingungen abschnitten. Jeder kam an einer anderen Felge zum Einsatz. Trotz des jährlichen Radtauschs können sich die Verschmutzungen unterscheiden. Die Bewertungen beruhen auf unseren Beobachtungen. Sie gelten für diesen Versuch und lassen sich nicht uneingeschränkt auf andere Felgen oder Verschmutzungen übertragen.
So haben wir die Felgenreiniger angewendet
Die Anwendung folgt bei den vier Felgenreinigern einem ähnlichen Ablauf. Maßgeblich ist jeweils die Gebrauchsanweisung auf der Flasche:
- Felgenreiniger kurz schütteln,
- satt auf die kalten, trockenen Felgen sprühen,
- einwirken lassen,
- eventuell mit Felgenbürste den Reinigungsprozess unterstützen und
- anschließend mit Wasserstrahl oder Hochdruckreiniger abspülen.
Die Hersteller weisen ausdrücklich darauf hin, dass man
- nicht in der prallen Sonne arbeitet,
- die Einwirkzeit entsprechend der Gebrauchsanweisung einhält und
- den Felgenreiniger nicht antrocknen lässt.
Die Einwirkvorgaben unterscheiden sich deutlich: Michelin nennt 90 Sekunden, Sonax drei bis fünf Minuten und Meilz etwa zwei Minuten. Bei Nigrin richtet sich die Dauer nach dem dunkelvioletten Farbwechsel. Im Test beachtete ich die jeweilige Vorgabe.
Michelin Profi Felgenreiniger: Test
Inhalt: 650 ml · Kaufpreis: 5,99 € · Literpreis: 9,22 €/l *)
Der Michelin Profi Felgenreiniger soll 90 Sekunden einwirken – kürzer als die anderen Produkte im Vergleich. Auf der verschmutzten Felge verfärbte er sich deutlich. Nach dem Abspülen blieben jedoch sichtbare Ablagerungen zurück. Im zusätzlich gebürsteten Bereich fiel das Ergebnis besser aus.
Unser Urteil: Kurze Einwirkzeit, aber bei den hartnäckigen Verschmutzungen unseres Tests eine schwächere Reinigungsleistung als Sonax und Nigrin.
Mit der Sprühflasche lässt sich der Felgenreinger gut auftragen.
Die Verfärbung verdeutlicht den Wirkprozess.
Der Felgenreiniger von Michelin entfaltet seine Wirkung bereits nach 90 Sekunden.
Das Arbeiten mit einer Felgenbürste beschleunigt den Reinigungsprozess.
Nach dem ersten Durchgang.
Gut, aber nicht perfekt. Nach zwei Durchgängen sind noch einige Verschmutzungen zu sehen.
Da muss man noch einmal ran.
Bei hartnäckigen Verschmutzungen muss man den Felgenreiniger mehrfach auftragen.Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus: Test
Inhalt: 750 ml · Kaufpreis: 16,75 € · Literpreis: 22,33 €/l
Für den Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus empfiehlt der Hersteller drei bis fünf Minuten Einwirkzeit. Auf der verschmutzten Felge verfärbte sich der Reiniger deutlich. Bereits nach dem ersten Abspülen lagen große Teile der hellen Felgenoberfläche wieder frei, einzelne Ablagerungen blieben jedoch zurück. Nach dem zweiten Durchgang war die Felge nahezu perfekt gereinigt. Das Ergebnis überzeugte auch ohne Felgenbürste. Die Fotoserie dokumentiert den Ausgangszustand sowie die Ergebnisse nach dem ersten und zweiten Reinigungsdurchgang.
Unser Urteil: Sonax erzielte über die beiden bewerteten Reinigungsdurchgänge die beste Reinigungsleistung der vier Produkte und ist damit unser Testsieger.
Zwölf Jahre auf der Straße – und nie gereinigt worden. Das hat natürlich Spuren hinterlassen.
Der Hersteller empfiehlt, den Felgenreiniger drei bis fünf Minuten einwirken zu lassen.
Je stärker die Verschmutzung, desto mehr verfärbt sich der Sonax Felgenreiniger.
Mit einer Felgenbürste kann man den Reinigungseffekt verbessern.
Der Sonax Felgenreiniger erzielt bereits nach dem ersten Durchgang das beste Reinigungsergebnis aller getesteten Produkte.
Fast wie neu. Der Sonax Felgenreiniger hat ganze Arbeit geleistet.
Auch außen lässt sich das Ergebnis sehen.
Schon nach dem ersten Durchgang sind kaum noch Verschmutzungen zu sehen. Diese würden den Reiniger nämlich rot färben.Nigrin Performance Felgen-Reiniger EvoTec
Inhalt: 750 ml · Kaufpreis: 15,28 € · Literpreis: 20,37 €/l
Nigrin gibt keine feste Einwirkzeit vor. Stattdessen soll der Reiniger einwirken, bis sich seine blaue Farbe dunkelviolett verändert. Im Test dauerte das etwa drei bis fünf Minuten. Bereits nach dem ersten Durchgang verschwanden die gröbsten Verschmutzungen. Die Fotoserie zeigt den Ausgangszustand und die Ergebnisse nach beiden Durchgängen.
Unser Urteil: Nigrin erzielte über die beiden Reinigungsdurchgänge eine gute Reinigungsleistung und belegte in unserem Vergleich den zweiten Platz hinter Sonax.
Durch den jährlichen Tausch zwischen Vorder- und Hinterachse waren alle Felgen ähnlich verschmutzt.
Felgenreiniger werden grundsätzlich satt aufgesprüht.
Der Felgenreiniger von Nigrin zeigt durch eine Farbänderung an, wann er seine Wirkung entfaltet hat.
Mit einer Felgenbürste kann man die Reinigung beschleunigen.
Bereits nach dem ersten Reinigungsdurchgang ist eine deutliche Verbesserung sichtbar.
Kann man so lassen: Nach zwei Reinigungsdurchläufen hat der Nigrin Felgenreiniger den gröbsten Schmutz beseitigt.
Der Felgenreiniger bringt es ans Licht. Seine Färbung wirkt wie ein Indikator für Schmutzreste.
So muss eine Felge aussehen!Meilz Felgenreiniger: Test
Inhalt: 750 ml · Kaufpreis: 6,99 € · Literpreis: 9,32 €/l
Der Meilz Felgenreiniger enthält Phosphorsäure und unterscheidet sich damit von den drei anderen Produkten, die mit Thioglykolaten arbeiten. Seine empfohlene Einwirkzeit beträgt etwa zwei Minuten. Nach dem ersten Abspülen blieben großflächige dunkle Ablagerungen zurück. Die Fotoserie zeigt den Ausgangszustand sowie die Ergebnisse nach dem ersten und zweiten Reinigungsdurchgang.
Unser Urteil: Meilz erzielte über die beiden bewerteten Durchgänge die schwächste Reinigungsleistung der vier Produkte. Mit den hartnäckigen Verschmutzungen unserer Testfelge kam er nur unzureichend zurecht.
Der Felgenreiniger von Meilz.
Zwei Minuten soll der Felgenreiniger von Meilz einwirken.
Anders als bei den drei übrigen Reinigern, gab es bei Meilz keine Verfärbung zu beobachten.
Auch hier kam die Felgenbürste zum Einsatz.
Nach dem ersten Reinigungsdurchgang hat sich noch nicht viel getan.
Von den vier getesteten Felgenreinigern schnitt der von Meilz am schlechtesten ab.
Der Sonax-Felgenreiniger schafft, was dem Meilz nicht gelungen ist.
Da muss man nochmal ran!Felgenreiniger im Vergleich
| Merkmal **) | Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus | Nigrin Performance EvoTec | Michelin Profi Felgenreiniger | Meilz Felgenreiniger |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis in unserem Praxistest | Platz 1: sehr gut | Platz 2: gut | Platz 3: befriedigend | Platz 4: mangelhaft |
| Erster Durchgang ohne Bürste | Bereits sehr gute Reinigung | Gute Reinigung | Befriedigende Reinigung | Enttäuschende Reinigung |
| Zusätzlicher Nutzen der Bürste | Nahezu vollständig sauber | Sehr gutes Ergebnis | Sehr gutes Ergebnis; deutliche Verbesserung | Kaum sichtbare Verbesserung |
| Ergebnis nach dem zweiten Durchgang | Perfektes Ergebnis | Gutes Ergebnis | Insgesamt befriedigend | Weiterhin deutliche Schmutzreste |
| Verbliebene Verschmutzungen nach beiden Durchgängen | Kaum Rückstände | Wenige Rückstände | Deutliche Rückstände | Sehr viele Rückstände |
| Sprühbild und Dosierbarkeit | Im Test unauffällig | Im Test unauffällig | Im Test unauffällig | Im Test unauffällig |
| Bedienung des Sprühkopfs | Unauffällig; Ein-/Aus-Stellung mit Sicherheitsclip | Unauffällig; Ein-/Aus-Stellung | Unauffällig; Ein-/Aus-Stellung mit Sicherheitsclip | Unauffällig; Ein-/Aus-Stellung |
| Konsistenz und Haftung im Test | Gelartig; sehr gute Haftung | Gelartig; sehr gute Haftung | Etwas flüssiger als Sonax und Nigrin; gute Haftung | Wässrig; haftet nicht gut |
| Einwirkvorgabe laut Hersteller | 3 bis 5 Minuten | Bis zur dunkelvioletten Verfärbung; bei uns etwa 3 bis 5 Minuten | 90 Sekunden | Etwa 2 Minuten |
| Farbwechsel | Deutliche Rotfärbung | Von Blau zu Dunkelviolett; gut erkennbar | Rotfärbung ähnlich wie bei Sonax | Kein Farbwechsel beobachtet |
| Geruch im Test (subjektiv) | Scharf und unangenehm chemisch | Stark nach Apfelaroma, erinnert an Apfelkorn | Erinnert an Chemie beim Friseur (Dauerwelle) beziehungsweise leicht an faule Eier | Fruchtig bis schwach chemisch; im Vergleich am neutralsten |
| Größte Stärke im Test | Beste Reinigung; auch ohne Bürste nach zwei Durchgängen sehr überzeugend | Gut sichtbarer Farbwechsel und mehrere Minuten Einwirkzeit für entspanntes Arbeiten | Gute Haftung und gut sichtbarer Farbwechsel; sehr gutes Ergebnis mit Bürste | Unauffällige Handhabung und vergleichsweise milder Geruch |
| Größte Schwäche im Test | Unangenehmer Geruch | Für ein sehr gutes Reinigungsergebnis war Nacharbeit mit der Bürste nötig | Kurze Einwirkzeit erfordert zügiges Arbeiten; Reinigungsleistung ohne Bürste nur befriedigend | Schwache Reinigung, auch mit Bürste und nach Wiederholung |
| Ausgewählter Reinigungswirkstoff | Natriumthioglykolat: rechnerisch 11,5 bis unter 23 % | Natriumthioglykolat: 5 bis unter 10 % | Ammoniumthioglykolat: unter 7 % | Phosphorsäure: unter 10 % |
| Wie sauer ist er? (pH 7 = neutral) | Schwach sauer (pH 5,1 bis 5,3) | Schwach sauer (pH 5 bis 5,5) | Fast neutral (pH 6,5) | Stark sauer (pH 2,1 bis 2,5) |
| Signalwort | Achtung | Achtung | Achtung | Gefahr |
| Gefahr für die Augen | Nicht als augenreizend oder augenschädigend eingestuft | Nicht als augenreizend oder augenschädigend eingestuft | Verursacht schwere Augenreizung | Verursacht schwere Augenschäden |
| Gefahr für die Haut | Kann allergische Hautreaktionen verursachen | Kann allergische Hautreaktionen verursachen | Kann allergische Hautreaktionen verursachen | Nicht als hautreizend oder hautallergieauslösend eingestuft |
| Gefahr beim Verschlucken | Als gesundheitsschädlich bei Verschlucken eingestuft | Keine entsprechende Einstufung; dennoch nicht verschlucken | Keine entsprechende Einstufung; dennoch nicht verschlucken | Keine entsprechende Einstufung; dennoch nicht verschlucken |
| Im Datenblatt genannte Konservierungsstoffe | Keine genannt | Natriumpyrithion, Benzisothiazolinon | Octylisothiazolinon, Bronopol | Keine genannt |
| Wassergefährdung | Stark wassergefährdend (WGK 3) | Stark wassergefährdend (WGK 3) | Stark wassergefährdend (WGK 3) | Schwach wassergefährdend (WGK 1) |
| Schutz laut Sicherheitsdatenblatt | Chemikalienbeständige Nitrilhandschuhe; Schutzbrille beim Umfüllen empfohlen | Chemikalienbeständige Schutzhandschuhe und dicht schließende Schutzbrille | Chemikalienbeständige Nitrilhandschuhe und dicht schließende Schutzbrille | Produktbeständige Schutzhandschuhe; Schutzbrille oder Gesichtsschutz |
| Beobachtete Materialverträglichkeit | Keine sichtbaren Schäden an der getesteten Alufelge | Keine sichtbaren Schäden an der getesteten Alufelge | Keine sichtbaren Schäden an der getesteten Alufelge | Keine sichtbaren Schäden an der getesteten Alufelge |
**) Die Praxisangaben beruhen auf meinen Beobachtungen. Für die subjektiven Geruchseindrücke hat Ines, die beste Ehefrau von allen, ihre Eindrücke beigesteuert.
Die Sicherheitsangaben gelten für den fertigen Reiniger. Fehlende Gefahreneinstufungen bedeuten keine Unbedenklichkeit; nicht genannte Konservierungsstoffe keine Allergiefreiheit. WGK 1 bedeutet schwach, WGK 3 stark wassergefährdend.
Der Sonax-Wirkstoffanteil ist umgerechnet: 25 bis unter 50 % einer 46-prozentigen Lösung ergeben 11,5 bis unter 23 % Natriumthioglykolat. Weder Wirkstoffanteil noch Stärke des Farbwechsels belegen allein die Reinigungsleistung.
Unser Praxistipp: Trage beim Reinigen und Abspülen mit allen vier Produkten geeignete chemikalienbeständige Schutzhandschuhe und eine dicht schließende Schutzbrille. Beachte die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und des Handschuhherstellers zur Auswahl der Handschuhe. Nutze einen Waschplatz, der eigene Reiniger erlaubt.
Quellen: eigene Praxisbeobachtungen, Etiketten der getesteten Flaschen sowie Sicherheitsdatenblätter von Meilz (25.11.2024), Michelin (26.08.2025), Nigrin (22.02.2026) und Sonax (19.03.2025).
Felgenreiniger in der Anwendung
„Viel hilft viel?” Ein Blick auf die Wirkstoffe
Sonax und Nigrin enthalten Natriumthioglykolat, Michelin verwendet Ammoniumthioglykolat. Diese Wirkstoffe reagieren mit eisenhaltigem Bremsstaub; dabei entsteht der typische Farbwechsel. Zusätzlich tragen weitere Bestandteile, etwa Tenside, zur Reinigung bei.
Das Sonax-Sicherheitsdatenblatt nennt 25 bis unter 50 Prozent einer 46-prozentigen Natriumthioglykolat-Lösung. Umgerechnet enthält der fertige Reiniger damit 11,5 bis unter 23 Prozent Natriumthioglykolat. Nigrin nennt 5 bis unter 10 Prozent, Michelin weniger als 7 Prozent Ammoniumthioglykolat.
Sonax weist somit den höchsten Anteil dieses Wirkstofftyps aus und erzielte in unserem Praxistest das beste Ergebnis. Ob der höhere Anteil dafür ausschlaggebend war, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Auch die übrige Rezeptur, die Einwirkzeit und die unterschiedlichen Verschmutzungen beeinflussen das Ergebnis.
Meilz enthält weniger als 10 Prozent Phosphorsäure und arbeitet mit einer anderen Wirkstoffbasis. Seine Konzentrationsangabe lässt sich deshalb nicht direkt mit denen der drei Thioglykolat-Reiniger vergleichen.
Fazit
Sonax erzielte über zwei Reinigungsdurchgänge die beste Reinigungsleistung, gefolgt von Nigrin und Michelin. Meilz ließ deutlich mehr Schmutz zurück. Für ähnlich hartnäckige Ablagerungen ist Sonax deshalb unsere erste Wahl. Ob sein höherer Thioglykolat-Anteil den Unterschied machte, bleibt offen. Unser Tipp: Beachte die Anwendungshinweise, trag geeignete Handschuhe und eine Schutzbrille und nutze einen Waschplatz, der eigene Reiniger erlaubt.
Autor: Josef Schneider. Bei der Auswertung der Sicherheitsdatenblätter unterstützten die KI-Assistenten Claude und ChatGPT. Praxistest, Beobachtungen und Bewertung stammen vom Autor.
*) Die Preisangaben beruhen auf aktuellen Preisen im Internet bzw. in Baumärkten und können schwanken.
Quellen: Sicherheitsdatenblätter von Meilz (25.11.2024), Michelin (26.08.2025), Nigrin (22.02.2026) und Sonax (19.03.2025) für Zusammensetzung, Gefahreneinstufung, Schutzmaßnahmen, pH-Wert und Wassergefährdungsklasse. Anwendungshinweise und Einwirkvorgaben stammen von den Etiketten der getesteten Flaschen. Testergebnisse und Fotos beruhen auf unserem eigenen Praxistest. Rezepturen und Anwendungsvorgaben können sich ändern. Beachte die Angaben auf deiner Flasche und das zugehörige aktuelle Sicherheitsdatenblatt.
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