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Seit wann gibt es den Weihnachtsbaum?

Verschiedene Quellen sehen Ursprung am Oberrhein

Weihnachtsbaum

Seit der Antike gelten immergrüne Pflanzen als Symbol für Lebenskraft und Hoffnung. Schon die Römer, die Ägypter und andere Kulturen schmückten ihre Häuser mit immergrünen Zweigen, um die dunkle Jahreszeit zu überbrücken. Weihnachtsbäume im heutigen Sinne tauchten erstmals Ende des 15. Jahrhunderts am Oberrhein auf.

Der moderne Weihnachtsbaum stammt aus Straßburg

Demnach geht der Brauch, in der Weihnachtszeit einen geschmückten Nadelbaum aufzustellen, auf Straßburg zurück. Belegt ist, dass die Kirche von Straßburg im Jahr 1492 – zu dieser Zeit war Christoph Kolumbus gerade dabei, Amerika zu entdecken – Tannen für die Stadtgemeinden gekauft hat. Vergleichbare Berichte aus Schlettstadt (1521) und Gengenbach (1576) bestätigen das Oberrheintal als Ursprungsort des modernen Weihnachtsbaums.

Obwohl sich die katholische Kirche jahrhundertelang gegen diesen (heidnischen) Brauch wehrte, trat der Christbaum seinen Siegeszug an und wurde im 18./19. Jahrhundert zum Massenphänomen.

Wie viele Weihnachtsbäume pro Jahr?

Die Nachfrage nach Weihnachtsbäumen ist ungebrochen. Je nach Quelle schwanken die Zahlen leicht, jedoch ist von folgenden Zahlen auszugehen:

  • Deutschland: In deutschen Wohnzimmern stehen jedes Jahr etwa 23–25 Mio. Weihnachtsbäume. Inklusive den Christbäumen für Außenbereiche und öffentliche Räume werden rund 30 Mio. Bäume verkauft.
  • Österreich: Pro Jahr werden in Österreich etwa 2,8 Mio. Christbäume verkauft, wovon rund 85–90 % aus heimischer Produktion stammen.
  • Schweiz: Aktuelle Schätzungen gehen von rund 1,7 Mio. verkauften Christbäumen pro Jahr aus.

Wie lange wächst ein Weihnachtsbaum?

Ein Weihnachtsbaum braucht von der Saat bis zum etwa zwei Meter hohen Baum 8–12 Jahre, bevor er im Wohnzimmer landet.

Was kostet ein Weihnachtsbaum?

Für 2025 melden Verbände und Medien einen moderaten Preisanstieg, hauptsächlich wegen höherer Lohn-, Dünger- und Energiekosten. Typische Richtwerte in Deutschland:

  • Nordmanntanne (Favorit mit ca. 80 % Marktanteil): ca. 23–30 € pro Meter
  • Blaufichte: ca. 15–19 € pro Meter
  • Rotfichte (Gemeine Fichte): ca. 12–16 € pro Meter

Diese Spannen nennen u. a. der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger und verschiedene Medien, teilweise noch für 2024 – 2025 liegt etwa 1 € darüber, regional kann es teurer werden, vor allem in Großstädten.

Bäume im Hofverkauf oder zum Selbstschlagen sind meist günstiger. In Metropolregionen liegen die Preise pro Meter spürbar höher.

Welcher Weihnachtsbaum ist der beste?

Die wichtigste Baumart ist klar die Nordmanntanne – mit rund 75–80 % Marktanteil in Deutschland. Doch auch Fichten freuen sich nach wie vor großer Beliebtheit – nicht zuletzt wegen des günstigeren Preisniveaus.

Baumart Vorteile Nachteile
Nordmanntanne Sehr lange Nadelhaltbarkeit, weiche Nadeln, gleichmäßige Form, kaum Nadelverlust Teuerste Standardbaum-Art, wächst langsam, fast geruchlos
Blaufichte Markanter Blaustich, kräftiger Harzduft, meist günstiger als Nordmanntanne Stachelige Nadeln, nadelt früher, Äste teilweise weniger gleichmäßig
Rotfichte (Gemeine Fichte) Sehr preiswert, heimische Baumart, klassischer „Weihnachtsbaum-Duft“ Nadelt schnell, empfindlich gegen trockene Heizungsluft, optisch oft weniger „perfekt“
Nobilistanne Sehr haltbar, intensiver Duft (leicht zitrusartig), stabile Äste für schweren Schmuck Noch teurer als Nordmanntanne, asymmetrische Krone gefällt nicht jedem, weniger verbreitet
Kiefer Lange Nadeln, kräftiger Duft, bleibt lang frisch, oft günstiger als Tannen Ungewohnte Optik, Äste weniger tragfähig, Schmuck muss gut verteilt werden
Künstlicher Weihnachtsbaum Wiederverwendbar, nadelt nicht, geeignet bei Allergien, oft vormontierte Lichter Rohstoff- und Entsorgungsfrage (Kunststoff/Metall), kein echter Duft, höhere Anschaffungskosten

FunFacts zum Weihnachtsbaum

Paradiesbaum statt Deko

Im Mittelalter stand der Tannenbaum erst als „Paradiesbaum“ im Mittelpunkt von Mysterienspielen am 24. Dezember (Gedenktag von Adam und Eva). Daraus entwickelte sich der heutige Christbaum.

Erster öffentlicher Weihnachtsbaum

1815 stellte Wilhelm Hoffmann in Weimar für arme Kinder den ersten dokumentierten öffentlichen Weihnachtsbaum auf.

New York & elektrische Lichter

1912 wurde in New York der erste öffentliche Baum aufgestellt, ab den 1920er Jahren setzte sich elektrische Beleuchtung durch.

Vatikan-Tradition

Seit 1982 bekommt der Petersplatz in Rom jedes Jahr einen großen Weihnachtsbaum – oft als Geschenk aus verschiedenen europäischen Ländern. 2025 kommt er aus Südtirol – konkret aus dem Ultental in der Provinz Bozen. Es handelt sich um eine rund 27 Meter hohe Fichte, die von den Gemeinden Lagundo (Algund) und Ultimo (Ulten) gestiftet wurde. Der Baum wurde Ende November auf dem Petersplatz aufgestellt und soll dort die Weihnachtszeit bis Anfang Januar begleiten.

Rekordbäume

Größter natürlicher Nadelbaum

1950 stand in Seattle eine als Weihnachtsbaum geschmückte Douglasie mit 67,4 m Höhe.

Eukalyptus in Australien

1999 wurde im australischen Styx Forest ein 80 m hoher Eucalyptus regnans geschmückt – als Werbeaktion für den Schutz von Urwäldern.

Nationaldenkmal

Ein Riesenmammutbaum im Sequoia National Park, der General Grant Tree (ca. 82 m), trägt den Titel „Nation’s Christmas Tree“ der USA.

Dortmunds XXL-Baum

Auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt entsteht jedes Jahr ein etwa 45 m hoher „Baum“ aus rund 1700 Fichten an einem Stahlgerüst. Für Feuersicherheit sorgt eine eigene Sprinkleranlage.

Lichterberg

In Gubbio, Italien, wird am Hang des Monte Ingino jedes Jahr ein „Baum“ aus Lichtern aufgebaut – etwa 800 m hoch und 400 m breit, aus ca. 450 Lichtern. Das Guinness-Buch führt ihn als größten „unnatürlichen“ Weihnachtsbaum der Welt.

Größter schwimmender Baum

In Rio de Janeiro schwimmt ein Stahlbaum mit rund 85 m Höhe und mehreren Millionen Lichtern auf einem See.

Die meisten Lichter

Diesen Rekord hält ein Weihnachtsbaum in Indien. Ihn schmückten über 194.000 LEDs.

Schwerster Christbaumschmuck

Laut Guinness-Buch wiegt der schwerste Christbaum-Anhänger über 400 kg – wobei erwähnt werden muss, dass dieser nicht am Baum hängt, sondern nur als Ausstellungsstück bewundert werden kann.

Aroma-Bäume

In den USA gibt es Farmen, die Weihnachtsbäume mit Aroma-Infusionen (Zimt, Vanille, Kiefer) anbieten.

Recycling

In Deutschland werden die Bäume eingesammelt und weiterverwertet. So entstehen aus geschredderten Weihnachtsbäumen Mulch für Tiergehege, Kinderspielplätze oder sie landen als Rohstoff in Biogasanlagen.

Kurioses Brauchtum

Deckenbaum

Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Weihnachtsbaum in manchen Regionen an der Zimmerdecke aufgehängt – teils sogar verkehrt herum. In alten Häusern im Waldviertel, einer Region in Niederösterreich, findet man noch Deckenhaken dafür.

Christbaumständer mit Musik

Ab 1873 produzierte eine Firma in Stuttgart Christbaumständer mit Aufzug – der Baum drehte sich, während eine Spieldose Weihnachtslieder spielte.

Christbaumständermuseum

In Lienzingen gibt es ein eigenes Museum, in dem rund 500 historische Christbaumständer ausgestellt sind.

Christbaum-Versenken

In einigen Seen (z. B. Wörthersee, Neufelder See, Bodensee) versenken Taucher geschmückte Bäume – als Gedenk-Ritual und Saisonabschluss für die Taucher.

Mondkalender-Mythos

Es gibt den Brauch, Weihnachtsbäume nach Mondphasen zu schlagen, z. B. kurz vor Vollmond, damit sie länger nadelfest bleiben.

Weihnachtsbaum & Zubehör online kaufen*)

Neben klassischen Online-Händlern bieten auch regionale Baumschulen die Möglichkeit, einen Weihnachtsbaum online zu kaufen. Zwar verzichtet man auf die direkte Begutachtung vor Ort, dafür profitiert man aber von praktischen Vorteilen: Es entfallen Transport, ein schmutziges Auto und die Qual der Wahl, stattdessen wird der Baum termingerecht bis vor die Haustür geliefert. Seriöse Anbieter arbeiten transparent, schlagen die Bäume erst kurz vor dem Versand, verpacken sie sorgfältig und liefern termingerecht – das ist besonders vorteilhaft für Menschen mit wenig Zeit.

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Weihnachtsbaumständer mit Fußhebel und Einseiltechnik. 2,5-Liter-Wassertank, Wasserstandsanzeige und Kindersicherung. Für Baumhöhen bis 2,50 m.
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*) Die Liste enthält Affiliate-Links.

Foto: Weihnachtsmarkt Dortmund, Von Andreas Vogel – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

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