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Sozialer Wohnungsbau: 60.000 geförderte Wohnungen in 2024

Über eine Million Sozialwohnungen im Bestand

Sozialer Wohnungsbau Bild: Bruce/redaktion24

Trotz angespannter Lage in der Baubranche konnten im Jahr 2024 bundesweit 61.934 neue Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau gefördert werden – ein Zuwachs von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hervor.

3,5 Milliarden Euro für 2025 eingeplant

Mit Inkrafttreten der Verwaltungsvereinbarungen zum sozialen Wohnungsbau 2025 sowie zum Programm „Junges Wohnen“ stehen den Bundesländern erneut 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung – davon 500 Millionen Euro speziell für Studierenden- und Azubiwohnheime. Die Mittel stammen aus dem Bundeshaushalt, der von 2022 bis 2028 rund 21,65 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau vorsieht.

Sozialer Wohnungsbau in Deutschland. Grafik: BMWSB

Sozialer Wohnungsbau in Deutschland.
Grafik: BMWSB

Geförderte Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau 2024

Die meisten geförderten Wohneinheiten im Jahr 2024 entfielen auf Bayern (13.617), Nordrhein-Westfalen (12.847) und Berlin (5.791). Deutlich geringere Zahlen meldeten dagegen kleinere Länder wie Bremen (423), das Saarland (226) und Sachsen-Anhalt (0).

Bundesland Geförderte Wohneinheiten
im Jahr 2024
Baden-Württemberg 5.359
Bayern 13.617
Berlin 5.791
Brandenburg 1.289
Bremen 423
Hamburg 5.732
Hessen 4.647
Mecklenburg-Vorpommern 766
Niedersachsen 2.341
Nordrhein-Westfalen 12.847
Rheinland-Pfalz 2.443
Saarland 226
Sachsen 3.310
Sachsen-Anhalt 0
Schleswig-Holstein 2.246
Thüringen 897
Gesamt 61.934

Bestand an Sozialmietwohnungen zum 31.12.2024

Bundesland Sozialmietwohnungen
Bestand 2024
Baden-Württemberg 54.634
Bayern 134.216
Berlin 92.372
Brandenburg 20.598
Bremen 6.239
Hamburg 79.424
Hessen 82.643
Mecklenburg-Vorpommern 2.632
Niedersachsen 48.665
Nordrhein-Westfalen 409.286
Rheinland-Pfalz 35.552
Saarland 826
Sachsen 13.793
Sachsen-Anhalt 5.712
Schleswig-Holstein 47.721
Thüringen 11.718
Gesamt 1.046.031

Wohnheime im Aufwind

Besonders dynamisch entwickelte sich die Förderung von Wohnheimen für Studierende und Auszubildende: In diesem Bereich wurde das Fördervolumen im Vergleich zu 2022 nahezu vervierfacht. Ein klares Signal, dass gezielt auf Engpässe im bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen reagiert wird.

Bestand an Sozialwohnungen rückläufig

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 belief sich der bundesweite Bestand an Sozialwohnungen auf 1.046.031 Einheiten. Zum Vergleich: In den 1980er-Jahren waren es zeitweise mehr als drei Millionen. Besonders hoch ist der Bestand aktuell in Nordrhein-Westfalen (über 409.000), Bayern (134.000) und Hessen (82.000).

Der soziale Wohnungsbau ist eine wichtige Säule für bezahlbares Wohnen und ein Stabilitätsanker für die deutsche Bau- und Immobilienwirtschaft. Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Wer baut eigentlich Sozialwohnungen?

Auffällig ist die breite Trägerschaft im sozialen Wohnungsbau. Etwa 40 Prozent der geförderten Neubauten stammen von kommunalen Wohnungsunternehmen, 45 Prozent entfallen auf private Bauherren. Auch Genossenschaften beteiligen sich mit rund zehn Prozent an der Schaffung von sozial gebundenem Wohnraum.

Für Handwerk und Bauwirtschaft

Der soziale Wohnungsbau bleibt ein bedeutender Auftraggeber für das Bauhandwerk – sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung bestehender Wohnanlagen. Die erneut bereitgestellten Milliardenhilfen bieten weiterhin Marktpotenzial – insbesondere für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Planer mit Erfahrung im geförderten Wohnbau.

Quelle: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen BMWSB
Grafik: BMWSB
Foto: Bruce/redaktion24

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