Handgeführtes Kernbohren mit dem Fein-Kernbohrsystem KBH 25

Handgeführtes Kernbohren als Alternative

An unzugänglichen Stellen oder in großer Höhe zeigt Fein das handgeführte Kernbohren als Alternative auf. Mit dem Fein-Kernbohrsystem KBH 25 soll schnelleres und leichteres Bohren möglich sein.

Wenn trotz sorgfältiger Planung im Hallen- und Stahlbau vor Ort noch Anpassungen vonnöten sind, stehen Metallverarbeiter vor der Herausforderung, in großer Höhe oder an schwer zugänglichen Stellen zusätzliche Verbindungslöcher in Stahlträger zu bohren. Stationäre Kernbohrmaschinen mit Magnetfuß sind dazu in vielen Fällen zu unhandlich, erreichen schwer zugängliche Stellen nicht oder finden auf beschichteten oder lackierten Bauteilen keinen Halt.

Handwerker behelfen sich dann oft mit konventionellen Spiralbohrern: Um beispielsweise ein 16-Millimeter-Loch zu erzielen, bohren sie mit einer kleinen Handbohrmaschine mit Pistolengriff mit einem Sechs-Millimeter-Bohrer und einer Drehzahl von 1.500 Umdrehungen in der Minute vor und erstellen mit einer leistungsstärkeren Spatengriff-Maschine und einem HSS-Spiralbohrer mit 16 Millimeter Durchmesser dann das eigentliche Loch. Die Vorbohrung ist nötig, damit die Querschneide des großen Bohrers nicht auf dem Werkstück reibt und der Arbeitsfortschritt nicht ins Stocken gerät. Bei der zweiten Bohrung besteht die Gefahr, dass der Bohrer beim Durchbrechen einhakt und der Anwender sich verletzt. Dieses zweistufige Vorgehen ist zudem zeit- und kraftaufwändig: Bei einem acht Millimeter starken Metall dauert der Bohrvorgang rund 2,5 Minuten.

Für Bohrungen bis 25 Millimeter Durchmesser und bis 20 Millimeter Materialdicke ermöglicht ein innovatives handgeführtes Metall-Kernbohrsystem ein anderes, rund fünfmal schnelleres Vorgehen, verspricht Fein. In einem Arbeitsgang bohrt es demnach Löcher in rund 30 Sekunden: zum Beispiel 16 Millimeter Durchmesser in acht Millimeter Materialstärke. Handgeführtes Kernbohren ermöglicht eine für diese Anwendung entwickelte, leistungsstarke Handbohrmaschine mit speziellen Hartmetall-Kernbohrern. Der Kraftaufwand ist deutlich geringer, weil nur so viel Material wie nötig zerspant wird – im Vergleich zu konventionellen Spiralbohrern erreicht das Verfahren ein um mehr als 40 Prozent reduziertes Zerspanvolumen. Der HSS-Zentrierbohrer wird entkoppelt, sobald der Kernbohrer auf das Material trifft. So kann die gesamte Vorschubkraft für die Kernbohrung genutzt werden. Nach dem Materialdurchbruch wird der Bohrkern automatisch ausgestoßen.

Handgeführtes Kernbohren überall

Metallverarbeitende Betriebe können mit dem Fein-Kernbohrsystem KBH 25 an allen gängigen Metallen, an gewölbten, lackierten und unebenen Flächen sowie auch an schwer zugänglichen Stellen arbeiten. Und auch zum Beispiel im Fahrzeugbau, Balkon- und Geländerbau sowie in Zimmereibetrieben ergänzt oder ersetzt die handliche Maschine stationäre Kernbohrmaschinen und konventionelle Spiralbohrer. Umfangreiches Zubehör erlaubt außerdem Spiralbohren, Senken, Gewindeschneiden und Lochsägen bis 54 Millimeter Durchmesser. Mit 3,3 Kilogramm ist das Fein Metall-Kernbohrsystem KBH 25 laut Hersteller leicht und handlich. Die Ermüdung sei deutlich geringer, da die gesamte Vorschubkraft direkt in den Hartmetall-Kernbohrer übergehe. Für sicheres Arbeiten soll außerdem die Drehmoment-Rutschkupplung sorgen: Sie trennt bei Überlast die Abtriebs- von der Antriebsseite und schützt so den Anwender. Mit dem Fein Quick-In Plus ist das Einsatzwerkzeug schlüssellos und schnell gewechselt.

Mit dem Metall-Kernbohrsystem KBH 25 will Fein auf die Bedürfnisse der Anwender reagieren. „Der Trend beim Bohren geht hin zu mehr Mobilität und Flexibilität. Das war unser Entwicklungsansatz“, erklärt Christian Kreb, Produktmanager bei Fein. „Mit unserer Fein KBH 25 bieten wir eine echte wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Kernbohrmaschinen und konventionellem Spiralbohren an. Die KBH 25 ist eine Montagemaschine für viele Bohraufgaben auf der Baustelle.“

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