Test Jackery Explorer 1000 - Green Energy

Test Jackery Explorer 1000 Powerstation

Jackery gehört zu den renommiertesten Herstellern von Solargeneratoren. Die Produkte liegen in der Käufergunst ganz weit vorne. Nicht ohne Grund, wie unser Test der Powerstation Jackery Explorer 1000 zeigen sollte.

Vier tragbare Powerstation hat Jackery in Deutschland im Programm. Sie alle hören auf den Namen „Explorer“. Die Zahl hinter der Typenbezeichnung steht für die jeweilige Energiekapazität, gemessen in Wattstunden (Wh): 1)

  • Jackery Explorer 240
  • Jackery Explorer 500
  • Jackery Explorer 1000
  • Jackery Explorer 2000 Pro

Die ersten drei Generatoren rangieren in der entsprechenden Bestsellerliste von Amazon unter den Top 10. Warum es die Explorer 2000 Pro nur auf Platz 22 schafft (Stand 20.6.22)? Sie ist erst seit Mai auf dem Markt.

 

Powerstation Jackery Explorer 1000: Sieben Output-Schnittstellen lassen keine Wünsche offen. Die 230V Wechselstrom-Steckdosen sowie die 12V Gleichstromsteckdose sind mit Gummiabdeckungen gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Powerstation Jackery Explorer 1000: Sieben Output-Schnittstellen lassen keine Wünsche offen. Die 230V Wechselstrom-Steckdosen sowie die 12V Gleichstromsteckdose sind mit Gummiabdeckungen gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Tragbare Solar-Generatoren

Die tragbaren Powerstations von Jackery sind mit mindestens einer 230V Wechselstrom-Steckdose ausgestattet. Das unterscheidet sie von herkömmlichen Powerbank-Akkus, die über USB-Buchsen lediglich Gleichstrom liefern. Die Jackerys können das aber auch: Sie verfügen über einen 12V Gleichstrom (Auto-)Anschluss sowie mehrere USB-Anschlüsse. Somit sind die Explorer einerseits ideal zum Laden von Smartphones und Tablet-PCs und andererseits aber vor allem auch zum Betreiben von Notebooks, Kühlboxen, Elektrogeräten und Elektrowerkzeugen.

Das Laden der Generatoren kann auf drei Arten erfolgen:

  • Netzteil mit Netzkabel
  • Zigarettenanzünder
  • Solarpanel

Besonders letzteres macht die Geräteserie für all jene interessant, die im Freien leben und arbeiten wollen.

Ideale Kombination: Powerstation mit Jackery SolarSaga 100 Solarpanel.

Ideale Kombination: Powerstation mit Jackery SolarSaga 100 Solarpanel.

 

Test Jackery Explorer 1000 2)

Lieferumfang der Jackery Explorer 1000: Powerstation, Netzteil mit Kabel, Autoladekabel, Y-Adapter für Solarpanel, Zubehörtasche.

Lieferumfang der Jackery Explorer 1000: Powerstation, Netzteil mit Kabel, Autoladekabel, Y-Adapter für Solarpanel, Zubehörtasche.

Lieferumfang

Der Lieferumfang der Jackery Explorer 1000 umfasst folgende Teile:

  • Jackery Explorer 1000
  • Netzteil mit Kabel
  • Auto-Ladekabel
  • Y-Adapterkabel für den Anschluss von zwei Solarpanels
  • Handbuch
  • Transporttasche

Gewicht / Abmessungen

Mit ihren rund 10 Kilogramm ist die Explorer 1000 sicherlich kein Leichtgewicht. Gewicht und Abmessungen entsprechen in etwa einem großen Eimer Wandfarbe. Für Wanderer, Rad- oder Motorradtouristen ist sie damit tabu. Ihre Zielgruppe ist vielmehr mit dem Auto, Campervan oder Wohnmobil unterwegs. Ideal ist sie auch für den Einsatz in (stromlosen) Gartenlauben, Baucontainern oder Hütten. Dort spielen auch die Abmessungen von 33*23*28 Zentimeter (L*B*H) keine große Rolle.

Akku-Typ / Kapazität

Die Jackery Explorer 1000 verfügt über Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von rund 1.000 Wattstunden (Wh). Damit lässt sich theoretisch eine 100 Watt Birne zehn Stunden lang betreiben. Im Powerstations-Vergleich spielt sie damit in der Oberliga.

Abgabeleistung (Watt)

Im Alltag ist die Leistungsabgabe besonders wichtig. Die Jackery Explorer 1000 bietet laut Hersteller eine Dauer-Abgabeleistung von 1.000 Watt sowie 2.000 Watt Spitzenstrom. Das bedeutet, dass man Elektrogeräte mit einer Leistung bis zu 1.000 Watt mit der Powerstation betreiben kann. – Zumindest theoretisch.

Im Test machten wir die Probe aufs Exempel und schlossen eine DeLonghi Espressomaschine mit einer Leistung von 1.260 Watt an. Sie ließ sich problemlos betreiben, wie im Video zu sehen ist. Unser 800 Watt Uralt-Rasenmäher verweigerte jedoch jegliche Zusammenarbeit. Ihm reichte selbst der mit 2.000 Watt angegebene Spitzenstrom nicht aus, um sich in Gang zu setzen. Wir empfehlen daher unbedingt, die jeweiligen Elektrogeräte in Kombination mit der Powerstation zu testen – bevor man damit auf Reisen geht.

Ausstattung

Output

Zahlreiche Output-Schnittstellen lassen keine Wünsche offen.

Zahlreiche Output-Schnittstellen lassen keine Wünsche offen.

Die Jackery Explorer 1000 hat insgesamt sieben Ausgänge, um elektrische Geräte aufzuladen oder zu betreiben:

  • 2* 230V-Steckdosen (Wechselstrom) mit 4,34 A, 1.000 Watt Dauerleistung, 2.000 Watt Spitzenstrom
  • 1* 12V/10A-Gleichstromanschluss (Autosteckdose)
  • 1* USB-A Ladeanschluss 5V/2,4A
  • 1* USB-A Schnellladeanschluss Quick Charge 3.0, 5-6,5V/3A
  • 2* USB-C PD Anschlüsse 5V/3A

Input

Die Jackery Explorer 1000 lässt sich über ein 8mm-Buchse laden.

8 Millimeter Rundstecker und Anderson-Anschluss für die Solarpanel – mehr Input-Schnittstellen braucht die Jackery nicht.

Um die Jackery Explorer 1000 aufzuladen, verfügt sie über einen Gleichstromanschluss für 8mm-Rundstecker. Darüber lassen sich wahlweise das Netzteil, das Auto-Ladegerät oder ein einzelnes Solarpanel anschließen. Der Hersteller gibt eine Ladespannung von 12-30 Volt an. Ferner verfügt die Powerstation über einen Anderson-Anschluss. Zwei Jackery Solarmodule (SolarSaga 100) lassen sich maximal daran anschließen. Ein entsprechendes Y-Adapterkabel ist im Lieferumfang enthalten.

Lüfter

Der Lüfter liegt hinter einem Kunststoffgitter verborgen. Er ist leise.

Auf der rechten Gehäuseseite wird Luft angesaugt, auf der linken ausgeblasen. Die beiden Gitter sollte man nicht zustellen. Das Gerät ist mit rund 40 dB(A) vergleichsweise leise.

Der Lüfter schaltet sich immer dann ein, wenn eine vergleichsweise hohe Leistung abgefordert wird. Seine Lautstärke ist mit rund 40 dB(A) akzeptabel. Wir haben diesen Wert bei einem Abstand von einem Meter zum Lüfter ermittelt. Zum Vergleich: Das Geräusch von 40 dB(A) entspricht dem von Flüstern oder leiser Musik. Diese Lautstärke können manche Menschen – besonders nachts – bereits als störend empfinden. Das sollte man bei der Platzierung der Powerstation im Wohnmobil beachten.

LED

LED-Leuchte mit Dauerlicht und SOS-Funktion.

LED-Leuchte mit Dauerlicht und SOS-Funktion.

Auf der linken Geräteseite ist eine LED-Leuchte untergebracht. Sie dient als Notbeleuchtung (einmalig kurz drücken), kann aber auch SOS funken (ca. zwei Sekunden gedrückt halten). Nochmaliges kurzes Drücken deaktiviert die Leuchte.

Display

Das auf Knopfdruck beleuchtbare Display liefert drei Werte:

  • Ladestand in Prozent
  • Input-Strom in Watt
  • Output-Strom in Watt

Es ist gut ablesbar.

Ladezeiten

Netzteil

Das Laden über das Netzteil an der 230 Volt Steckdose geht am schnellsten.

Das Laden über die Steckdose geht am schnellsten.

Am schnellsten lässt sich die Jackery Explorer 1000 über die Steckdose aufladen. In unserem Test dauerte der Ladevorgang von 0 auf 100 Prozent rund acht Stunden. Das entspricht in etwa der Herstellerangabe. Der zweite Versuch war mit 7 Stunden 40 Minuten sogar noch etwas schneller.

 

Zigarettenanzünder

Die Bordsteckdose im Beiwagen liefert lediglich 20 Watt - für die Jackery zu wenig. Dabei passt sie farblich so wunderbar zum Gespann.

Die Bordsteckdose im Beiwagen liefert lediglich 20 Watt – für die Jackery definitiv zu wenig. Dabei passt sie farblich so wunderbar zum Gespann.

Der Zigarettenanzünder in unserem Auto lieferte konstant 75 Watt. Wir konnten damit die Jackery während einer einstündigen Autofahrt um 7 Prozent aufladen. Theoretisch wäre der Akku auf diese Weise nach 15 Stunden zu 100 Prozent geladen. Die Steckdose im Beiwagen unserer Ural lieferte hingegen nur 20 Watt. Der komplette Ladevorgang würde demnach mindestens 50 Stunden dauern. Indiskutabel.

Solarpanel

Viel praktikabler ist hingegen das Laden mit Solarpanelen. Jackery bietet das Solarpanel SolarSaga 100 an. Um die Explorer 1000 zu laden, lassen sich maximal zwei Panels koppeln.

 

Die Ladeleistung ist von der Sonneneinstrahlung abhängig. Sie schwankte in unserem Test – im Juni – zwischen 125 Watt (Sonnenschein, leicht bewölkt) und 39 Watt (bewölkt). Bei unserem mitteleuropäischen Standardwetter kann man also mit Ladezeiten zwischen 7,5 und 12 Stunden (bei zwei Panels) bzw. der doppelten Zeit bei einem Panel rechnen. Siehe hierzu auch die Beispielfotos in unserer Diashow.

Fazit

Mit der Jackery Explorer 1000 haben wir während des Tests eine 1.260 Watt Espressomaschine betrieben und jede Menge elektronischer Geräte aufgeladen, sei es Smartphones, Starthilfegerät, Drohne, Werkzeugakkus oder Notebook. Die Qualität des Stroms ist exzellent. Stromschwankungen? Fehlanzeige!

Die Einsatzmöglichkeiten der Powerstation sind unbegrenzt – vorausgesetzt, man behält die maximale Abgabeleistung im Blick. Doch 1.000 Watt sollten ausreichend Reserve bieten. Ob beim Campen, im Wochenendhäuschen oder auf der (noch stromlosen) Baustelle – die Jackery Explorer 1000 liefert Strom in großer Menge und hervorragender Güte. Was will man mehr?

 

1) Laut Wikipedia ist 1 Wh (eine Wattstunde) die Menge an Energie, welche ein System mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt. Mit 100 Wh kann man also eine 100-Watt-Lampe eine Stunde lang betreiben.

2) Die Powerstation wurde uns für den Test Jackery Explorer 1000 von Jackery kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Powerstation zur mobilen Stromversorgung unterwegs. Mit zwei SolarSaga 100 Watt Solarpanelen.

 

 

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