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Denkmalschutz in Paris

Reinigungsspezialisten von Kärcher restaurieren, gemeinsam mit örtlichen Restauratoren, den Obelisken von Luxor. Für die Arbeiten an dem jahrtausendealten Denkmal sind viel Fingerspitzengefühl und Know-how gefragt.

Auf der Place de la Concorde in Paris findet derzeit ein außergewöhnliches Reinigungsprojekt statt: Der 3.300 Jahre alte Obelisk von Luxor wird anlässlich des 200. Jahrestages der Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen restauriert und gereinigt. Das Familienunternehmen Kärcher finanziert einerseits die vollständige Restaurierung und führt andererseits die Reinigung selbst aus. Das Projekt soll im Laufe des Frühjahrs 2022 abgeschlossen sein.

Place de la Concorde in Paris

Place de la Concorde in Paris mit dem eingerüsteten Obelisken.

Kulturelle Zusammenarbeit

„Wir sind sehr stolz auf unsere Partnerschaft mit dem französischen Kulturministerium und freuen uns, dass wir mit unserem Know-how und finanziellen Engagement zum Erhalt eines so prestigeträchtigen Monuments wie dem Obelisken von Luxor beitragen können,“ sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG. In enger Abstimmung mit den Projektpartnern setzt Kärcher das Konzept zur Restaurierung des Monumentes um. Beteiligt sind die Regionaldirektion für kulturelle Angelegenheiten der Region Île-de-France (DRAC), der Chefarchitekt für historische Denkmäler, François Chatillon, sowie das Forschungslabor für historische Denkmäler.

Kärcher hat nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Koordination für die substanzschonende Gesamtrestaurierung der 23 Meter hohen und 222 Tonnen schweren Säule übernommen. „Wir sind sehr erfreut darüber, dass Kärcher, Hand in Hand mit der DRAC, zur Erhaltung dieses für das französische Volk so wichtigen Kulturdenkmals beiträgt,” sagt Laurent Roturier, Regionaldirektor der DRAC.

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Hightech und Know-how

Um die kostbare Originaloberfläche der historischen Fassade nicht zu beschädigen, erfolgt die Reinigung hauptsächlich mit dem sogenannten Niederdruck-Mikropartikelstrahlverfahren. Bei einem Oberflächendruck von nur 0,5 bis 1 bar und einem Abstand von 15 bis 20 cm lassen sich so die meisten Verschmutzungen entfernen. Zum Schutz gegen dabei entstehende Feinstäube tragen die Reinigungsspezialisten einen Ganzkörperschutz mit Atemmaske und Frischluftzuführung. Das Podest und den Bodenbereich des Obelisken reinigen sie mit der schonenden Dampfstufe eines Heißwasser-Hochdruckreinigers.

Ein Team von Restauratoren reinigt außerdem Stellen am Podium, am Podest sowie Vergoldungen und Gravuren mit speziellen Radierschwämmen. Die Restauratoren kümmern sich auch um die Entfernung alter, mittlerweile schadhafter Epoxidharzverfugungen, die Neuverfugung und das Festigen schadhafter Stellen. Vergolder restaurieren das Blattgold des Pyramidions auf der Spitze des Obelisken.

Eine Restauratorin festigt eine schadhafte Stelle mittels einer Spritze.

Praktischer Denkmalschutz in Paris: Eine Restauratorin festigt eine schadhafte Stelle mittels einer Spritze.

Historischer Anlass

Entziffert wurde die ägyptische Hieroglyphenschrift durch den französischen Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion im Jahr 1822. Zum Gedenken an dieses geschichtsträchtige Datum, gibt es in diesem Jahr in Frankreich zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen, unter anderem im Louvre und in Champollions Geburtsort Figeac.

Der Reinigungseffekt auf den 3.300 Jahre alten Hieroglyphen ist deutlich sichtbar.

Der Reinigungseffekt auf den 3.300 Jahre alten Hieroglyphen ist deutlich sichtbar.

Obelisk von Luxor

Der Obelisk auf dem Place de la Concorde wurde im 13. Jhd. v.Chr. unter dem Pharao Ramses II. gefertigt und stand bis Anfang des 19. Jahrhunderts im Tempel von Luxor in Oberägypten. Der Vizekönig von Ägypten, Muhamed Ali Pascha, machte ihn 1829 dem französischen König Louis Philippe zum Geschenk. Der äußerst komplizierte Transport per Schiff nach Frankreich nahm drei Jahre in Anspruch und nachdem der Obelisk im Sommer 1834 in Paris ankam, dauerte es weitere zwei Jahre, bis er – vor über 200.000 Zuschauern und mithilfe einer aufwendigen Holzkonstruktion – aufgestellt werden konnte. Er ist das älteste Monument von Paris.

Künstlerisch gestaltete Gerüstplane

Gemeinsam mit der DRAC hatte Kärcher im Dezember 2021 Studenten der Kunsthochschule „Beaux-Arts de Paris“ aufgerufen, Entwürfe für die künstlerische Gestaltung der Gerüstplane einzureichen. Ausgewählt wurde der Vorschlag des Künstlers Jonathan Sobel. Sein Entwurf zeigt Abbilder von Personen, die mit dem Werdegang des Denkmals verbunden sind. Die Zeichnungen der Portraits bestehen aus verschiedenen Symbolen, wie Hieroglyphen, dem Siegel Ramses II, Bilder der französischen Revolution oder des Schiffes, auf dem der Obelisk nach Frankreich transportiert wurde.

 

Der eingerüstete und mit der künstlerisch gestalteten Bauplane versehene Obelisk auf der Place de la Concorde

Der eingerüstete und mit der künstlerisch gestalteten Bauplane versehene Obelisk auf der Place de la Concorde

 

 

Nachhaltiges Kultursponsoring

Kärcher hat im Rahmen seines Kultursponsoringprogramms seit 1980 weltweit über 160 Monumente und Gebäude restauratorisch gereinigt und damit maßgeblich zum Erhalt dieser wichtigen Kulturdenkmäler beigetragen. Dazu zählen neben dem Brandenburger Tor in Berlin auch die Freiheitsstatue von New York und die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore. Die Reinigungsarbeiten finden stets in enger Zusammenarbeit mit Denkmalschützern, Restauratoren und Kunsthistorikern statt.

 

Die Reinigungsarbeiten am Obelisken sollen im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein.

Die Reinigungsarbeiten am Obelisken sollen im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein.

 

Fotos: Kärcher, Titelfoto von japanibackpacker auf Pixabay

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