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hedue Wissen: Gehäuseschutzklassen

IP-Schutzklassen - ein unverzichtbarer Standard im Baualltag

Gehäuseschutzklasse, IP-Schutzklasse
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Im rauen Baualltag sind elektrische und elektronische Geräte ständig erschwerten Umweltbedingungen ausgesetzt. Staub, Feuchtigkeit und direkte Wassereinwirkung können die Funktionalität und Lebensdauer von Baugeräten erheblich beeinträchtigen. Um die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit dieser Geräte zu gewährleisten, werden Gehäuseschutzklassen, bekannt als IP-Schutzklassen (International Protection Codes), herangezogen.

Was bedeuten IP-Schutzklassen?

Die IP-Schutzklassifizierung besteht aus dem Kürzel IP gefolgt von zwei Ziffern, die den Grad des Schutzes definieren. Die erste Ziffer (0-6) gibt den Schutzgrad gegen Fremdkörper und Berührung an, während die zweite Ziffer (0-8) die Resistenz gegen Feuchtigkeit und Wasser beschreibt. Sollte eine Ziffer nicht zutreffend sein, wird sie durch ein X ersetzt.

Übersicht über die erste Ziffer (Schutz gegen Fremdkörper und Berührung)

  • 0: Kein Schutz
  • 1: Schutz gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 50 mm
  • 2: Schutz gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12,5 mm
  • 3: Schutz gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 2,5 mm
  • 4: Schutz gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1,0 mm
  • 5: Staubgeschützt
  • 6: Staubdicht

Übersicht über die zweite Ziffer (Schutz gegen Wasser)

  • 0: Kein Schutz
  • 1: Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
  • 2: Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
  • 3: Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
  • 4: Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
  • 5: Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
  • 6: Schutz gegen starkes Strahlwasser
  • 7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser
  • 8: Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser
Die IP-Schutzklassen geben an, wie widerstandsfähig ein elektronisches Gerät gegen Staub, Schmutz und Wasser ist.

Die IP-Schutzklassen geben an, wie widerstandsfähig ein elektronisches Gerät gegen Staub, Schmutz und Wasser ist.

IP Schutzklassen: Beispiele

Schutzklasse IP54

Geräte mit IP54 sind gegen eine schädliche Menge an Staub und allseitiges Spritzwasser geschützt, was sie ideal für den Einsatz in staubigen oder feuchten Arbeitsumgebungen macht.

Schutzklasse IP64

Mit der Schutzart IP64 sind Gehäuse vollständig staubdicht und bieten Schutz gegen allseitiges Spritzwasser – eine robuste Option für staubige und nasse Baustellen.

Schutzklasse IP65

Die Klasse IP65 geht noch einen Schritt weiter, indem sie absoluten Staubdichtschutz sowie Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen bietet, was sie besonders für den Einsatz im Freien qualifiziert.

Schutzklasse IP68

Gehäuse der Klasse IP68 sind die Allrounder, die sowohl absolut staubdicht sind als auch Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen bieten, ideal für extrem feuchte Bedingungen oder Einsatzbereiche, wo Geräte dem Wasser direkt ausgesetzt sind.

Schutzklassen IPX7 und IPX8

Die Klassen IPX7 und IPX8 fokussieren sich speziell auf den Wasserschutz. Während IPX7 den Schutz bei zeitweisem Untertauchen garantiert, gewährleistet IPX8 den Schutz bei dauerhaftem Untertauchen.

Fazit

Die richtige Wahl der IP-Schutzklasse ist entscheidend für die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit von Geräten im Baualltag. Sie bietet nicht nur Schutz gegen physische und flüssige Eindringlinge, sondern gewährleistet auch die Sicherheit der Benutzer. Beim Kauf von Baugeräten sollte daher stets auf die entsprechende IP-Klassifizierung geachtet werden, um sicherzustellen, dass das Gerät den Anforderungen des Baualltags gewachsen ist.

Quelle: hedue

Bilder: Bruce

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