Arbeitsplatz mit Fernblick: Auf nahezu 3.000 m Höhe verlegten Wil-helm Kraus mit seinem Team den Naturholzboden im Panorama 2962.

Massivholzdielen – präzise verlegt

Das im Juli 2018 eröffnete Gipfelrestaurant Panorama 2962 begeistert die Gäste mit einem phantastischen Rundblick und einer beeindruckenden Architektur. Welche Rolle beim Verlegen der Holzdielen die Elektrowerkzeuge von Mafell spielten, erläutert Fachautor Volker Simon in seiner Reportage.

Wenn Wilhelm Kraus aus seinem Haus in Grainau tritt und den Kopf etwas zurücklegt, dann hat er die Zugpitze im Blick – wenn diese nicht gerade in Wolken gehüllt ist. Für mehr als eine halbe Million Menschen jährlich ist der Besuch von „Top of Germany“ ein begehrtes Ausflugsziel; für den 50-Jährigen war der höchstgelegene Gastronomiebetrieb Deutschlands indess sieben Wochen lang sein Arbeitsplatz.  Gemeinsam mit seinem Team hat er dabei 750 Quadratmeter Massivholzdielen im Gipfelrestaurant Panorama 2962 verlegt.

Der Raumaustattermeister führt in dritter Generation am Fuß der Zugspitze einen Familienbetrieb. Gleichzeitig ist er Bereitschaftsführer der örtlichen Bergwacht. Der Zugspitze ist er daher sehr nahe. Umso mehr freute er sich über den Auftrag für die Verlegung des Naturholzbodens im Gipfelrestaurant. Zunächst war aber Warten angesagt. Wegen der Wetterkapriolen während der Bauphase verzögerten sich die Bodenbelagsarbeiten Woche um Woche. Die Zeigt drängte, denn für den ersten Juli 2018 war die Eröffnung terminiert. Bis zu 20 Handwerker arbeiteten parallel im Bereich der Gipfelgastronomie. Ein Mitarbeiter war nur damit beschäftigt, Teilflächen freizuräumen damit das Team den Boden verlegen konnte: Untergrund vorbehandeln, Kleber auftragen, Massivholzdielen im wilden Verband verlegen. Diele um Diele arbeitete sich das Team so durch den gesamten Gastronomiebereich.

So sehr die Zeit beim Verlegen drängte, so viel Zeit gönnte Wilhelm Kraus den Massivholzdielen sich an die besondere Umgebung auf nahezu 3.000 Meter anzupassen. Bereits im Winter wurden 15 Paletten gerauchter und geölter Eichedielen (147 cm x 13,7 cm und 197 x 13,7 cm) mit der Fahrgastkabine in die Höhe transportiert.  Wilhelm Kraus hat im Februar eine Restfeuchte von 8 bis 9 Prozent gemessen. Mitte Mai beim Verlegen sank der Wert auf nur noch 6 Prozent. „Die Luft ist sehr trocken, große Schwankungen beim Feuchtegrad gibt es nicht“, weiß er. Deshalb hat er sich auch entschieden, den Boden nicht schwimmend zu verlegen, sondern zu verkleben und selbst beim Anschluss an die Fensterelemente auf eine Dehnfuge zu verzichten. Fast: Mit 0,5 cm Abstand zu den Fensterelementen ist der Boden verlegt.

Präzise Schnitte ohne Ausriss vermeidet Nacharbeit

Wer es so genau nimmt, der benötigt präzise Werkzeuge. Deshalb haben Wilhelm Kraus und sein Sohn Bernhard beim Verlegen von Fertigparkett, Laminat oder Naturholzböden immer ihre Erika dabei. Die Unterflur-Zugsäge von Mafell ist kompakt und kann auch alleine an den Verlegeort getragen werden. Nicht nur diese ganz praktischen Eigenschaften überzeugen Vater und Sohn Kraus von dem Klassiker, sondern vor allem die Präzision beim Sägen. Ein wesentlicher Grund, warum auch die Präzisionsstichsäge P1 und die Kappschienen-Säge KSS 300 mit dabei sind.

Die leistungsstarken Allrounder trennen auch die 20 Millimeter starken Massivholzdielen aus Eiche ohne sichtbaren Ausriss auf. „Das ist optimal, denn ich muss nicht mehr nacharbeiten“, berichtet Wilhelm Kraus. Auch deshalb konnte sein Team auf Deutschlands höchstgelegener Baustelle meist um fünf Uhr mit den Besuchern die Talfahrt antreten.

Panorama 2962 mit fünf Bereichen

Seit dem 21. Dezember 2017 befördert die neue Seilbahn pro Fahrt bis zu 120 Personen von der Talstation am Eibsee bis zur Bergstation, die wie ein gläsernes Horn 35 Meter frei über dem Bergmassiv auskragt. Mehr als 100.000 Fahrgäste haben die Betreiber in den ersten drei Monaten nach der Wiedereröffnung gezählt. Alpinisten, Sommerausflügler, Wintersportler und Touristen aus aller Welt erleben auf der 10-minütigen Fahrt zum Gipfel drei Weltrekorde: Die großzügig verglasten Kabinen passieren die mit 127 Metern weltweit höchste Stahlbaustütze, überwinden den weltweit größten Höhenunterschied von 1.945 Metern mit dem weltweit längsten freien Spannfeld von 3.213 Metern.

Das Thermometer steigt auf Deutschlands höchstem Berg auch im Hochsommer selten über null Grad, der Wind aus West peitscht den Regen über das Zugspitzplateau herüber. Im Panorama 2962 erleben die Gäste seit 1. Juli 2018 bei alpinen Schmankerln das Naturschauspiel und den grandiosen Blick durch die bodentiefen Fenster sehr unmittelbar und dennoch in gemütlicher Atmosphäre.

Mit der Eröffnung des Panorama 2962 verbindet sich das einzigartige 360-Grad-Panorama über den Alpen mit einem kulinarischen Hochgenuss zu einem Gesamterlebnis. In Anlehnung an den beeindruckenden Vier-Länder-Panoramablick heißt das Motto der Gipfelgastronomie „Das Beste aus vier Ländern“. Auf die Teller kommen Gerichte aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz. Das architektonisch aufwendig gestaltete Restaurant bietet in fünf Bereichen Platz für bis zu 450 Gäste – zudem werden 850 Sitzplätze im Außenbereich angeboten.

Zugspitze – Bergstation
Zugspitze – Panorama 2962 – Wilhelm Kraus
Zugspitze – Panorama 2962 – Massivholzfussboden verlegen
Zugspitze – Panorama 2962 – Wilhelm und Bernhard Kraus
Zugspitze – Panorama 2962 – Massivholzfussboden verlegen mit Stichsäge
Zugspitze – Panorama 2962 – Brotzeit
Zugspitze – Panorama 2962 – Restaurant

 

Praktische Helfer von MAFELL

Die Mafell Kappschienen Säge KSS 300 hatte Wilhelm Kraus stets griffbereit, um handgeführte Kapp- und Längsschnitte auszuführen. Die Säge kann fest verbundenen auf der Kappschiene, auf einem Schienensystem und freihand geführt werden. „Die Maschine ist bei uns im Dauereinsatz, weil sie so leicht und handlich ist“, erzählt Wilhelm Kraus.

Mit der Präzisionsstichsäge Mafell P1 cc hat Wilheim Kraus die Aussparungen für die Stahlstelen an den Panoramafenstern und für Installationen ausgesägt. „Die Maschine ist super, das Sägeblatt verläuft nicht, sägt absolut rechtwinklig.“

Die Mafell Unterflur-Zugsäge Erika 60 ist bei Bodenbelagsarbeiten seit 20 Jahren ein ständiger Begleiter von Wilhelm Kraus – auch auf der Zugspitze. Am Anschlag führte er die Dielen präzise im Längsschnitt durch die Zugsäge.

Fotos: Mafell AG, Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/fendstudios.com

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